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18. November 2016, 08:01
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Biometriemarkt: Wege zu mehr Neugeschäft

Die Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) gilt als das bedeutendste Biometrie-Produkt. Laut Ulrich Pasdika von der General Reinsurance AG sind alle Marktakteure gefordert, mehr Dynamik ins Neugeschäft zu bringen und Geringverdiener verstärkt mit Alternativprodukten anzusprechen.

Biometriemarkt

Für ein weiteres Wachstum des Biometriemarkts wird es entscheidend sein, Geringverdiener mit Alternativprodukten zu erreichen.

In Vermittler-Umfragen landet das vermeintliche “Königsprodukt” BU regelmäßig auf den vorderen Plätzen.

Arbeitskraftabsicherung: Deutschland auf Platz eins

Angesichts von deutschlandweit gut 16 Millionen Verträgen, die der Arbeitskraftabsicherung dienen, wittern viele Makler noch genügend Geschäftschancen. Doch das Reservoir an Absicherungswilligen im BU-Markt ist eben nicht unerschöpflich.

“Auch wenn in Deutschland zu Recht immer wieder auf die unzureichende Arbeitskraftabsicherung der Erwerbstätigen hingewiesen wird, darf nicht übersehen werden, dass Deutschland erfreulicherweise einer der bedeutendsten Biometriemärkte weltweit ist”, sagt Pasdika, Direktor und Leiter Marktbereich Leben/Kranken der General Reinsurance AG, kurz Gen Re. “Nach einer Studie der Gen Re liegt Deutschland mit circa 200 Euro Jahresprämie je Erwerbstätigem für die private Arbeitskraftabsicherung im internationalen Vergleich sogar auf Platz eins.”

“Mehr Dynamik im Neugeschäft”

Angesichts der “laufenden Biometrieoffensiven” der Lebensversicherer und des “riesigen Bedarfs” findet Pasdika allerdings, dass dem Markt “noch mehr Dynamik im Neugeschäft” guttun würde. Dabei seien alle Beteiligten gefordert, betont der Biometrie-Experte “natürlich die Anbieter, ihre Vertriebspartner und wir Rückversicherer”.

Seinem Aufruf mischt Pasdika einen Schuss Medienkritik bei. “Ich würde mir daneben eine Medienberichterstattung zum Thema wünschen, die die Interessen der Verbraucher nachhaltig und langfristig im Blick hat, jenseits kurzfristiger Effekthascherei.”

So verunsichere “die Skandalisierung von Einzelfällen in der BU-Versicherung” noch nicht abgesicherte Arbeitnehmer auf unverhältnismäßige Weise, kritisiert der Fachmann. “Dem Interesse der Verbraucher an einer adäquaten Versorgung im Invaliditätsfall wird damit ein Bärendienst erwiesen.”

Seite zwei: Hausgemachte Fehlentwicklungen

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2 Kommentare

  1. Es gibt keine Alternative zur BU. Es sind alles Ausschnitt Deckungen deren inhaltliche Bewertung fast unmöglich ist, sieht man die Definitionen, die zum Leistungsfall führen. Insbesondere in der Absicherung schwere Krankheiten. Medizinstudium empfohlen. Es scheint, als geht es hier wieder nur um Umsatz anstatt die Wahrnehmungen der Gesellschaft zu fördern, damit in jungen Jahren die BU bereits absichert

    Kommentar von Frank Dietrich — 23. November 2016 @ 08:03

  2. Stimmt.

    Kommentar von Philip Wenzel — 18. November 2016 @ 11:38

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