Anzeige
13. Januar 2016, 09:10
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Einheitsprodukt wird unterschiedlichen Versorgungslagen nicht gerecht”

Biometrie-Experte Gordon Hermanni, Leiter Vertriebsdirektion Nord bei der Zurich Gruppe Deutschland, erklärt im zweiten Teil des Cash.-Interviews, wie Zurich eine rechtskonforme Beratung sicherstellen möchte, warum er eine “BU für alle” ablehnt und spricht über die Absicherung der Arbeitskraft über den Betrieb.

BU: Einheitsprodukt wird unterschiedlichen Versorgungslagen nicht gerecht

“Das Thema Arbeitskraftabsicherung wird immer präsenter in der Bevölkerung und Zurich ist mit einer breiten Produktpalette gut aufgestellt.”

Am Point-of-Sale kann es vielen Vermittlern gar nicht schnell genug gehen. Wie unterstützen Sie Ihre Vertriebspartner, um eine effiziente Beratung zu ermöglichen?

Hermanni: Wir unterstützen unsere Vertriebspartner an erster Stelle mit unserem Online-Rechner “Weblife” und dem darin integrierten Risikoprüfungssystem “Zurich Riziko Check”. Dieses Tool ermöglicht die Durchführung einer schnellen Gesundheitsprüfung und die anschließende Annahmeentscheidung direkt beim Kunden. Hinzu kommt unser breites und kostenloses Schulungsangebot rund um die Arbeitskraftsicherung.

Ein kostenloser Beratungsnavigator der Berliner Kanzlei Wirth Rechtsanwälte ermöglicht eine rechtskonforme Beratung. Dabei wird in wenigen Schritten der Kundenbedarf analysiert, eine konkrete Produktempfehlung abgegeben und die Entscheidung dokumentiert. Der Ablauf für die Produktempfehlung ist durch die Rechtsanwaltskanzlei Wirth testiert. Damit haben alle Beteiligten die maximale Rechtssicherheit. Alle Informationen und Unterlagen sind auf unserer Seite www.mach-plus-mit-protection.de für unsere Geschäftspartner zugänglich.

Zurich gehört zu den ersten Gesellschaften im Markt, die eine Absicherung der Arbeitskraft über den Betrieb ermöglichen. Wie hat sich dieses Segment entwickelt?

Das Produkt “Team” wird seit Oktober 2013 in Deutschland vertrieben und wurde bereits mehrfach von unabhängigen Juroren als innovativstes Versicherungsprodukt ausgezeichnet. Um die Innovationsführerschaft in diesem Produktsegment zu halten und auszubauen, wird das Produkt auch weiterhin fortlaufend auf die Bedürfnisse der Arbeitgeber zugeschnitten. Von den Vorteilen des Absicherungsmodells profitieren derzeit bereits insgesamt über 3.200 Mitarbeiter von namhaften Unternehmen.

Mit welcher Erwartung schauen Sie auf das Jahr 2016 und darüber hinaus? Kann es der Versicherungswirtschaft gelingen, eine breite Versorgung der Bevölkerung vor dem Risiko des Verdienstausfalls zu erreichen – ohne dass der Staat, wie von Verbraucherschützern gefordert, eine “Berufsunfähigkeitsversicherung für alle” vorschreibt?

Das Thema Arbeitskraftabsicherung wird immer präsenter in der Bevölkerung und Zurich ist mit einer breiten Produktpalette gut aufgestellt, um den Kundenerwartungen und -bedürfnissen eine entsprechende Lösung anbieten zu können. Ein Einheitsprodukt, wie das auf Initiative der Verbraucherschützer erwünscht wird, wird den unterschiedlichen Versorgungslagen nicht gerecht und ist daher aus unserer Sicht nicht zielführend. Hinzu kommt, dass nur eine private Absicherung den sofortigen Versicherungsschutz ermöglicht und auf die Wartezeiten – bis zu fünf Jahre in den gesetzlichen Sozialversicherungssystemen – verzichtet.

Interview: Lorenz Klein

Foto: Florian Sonntag

Hier finden Sie Teil I des Interviews.

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Biotech-Fonds – Kfz-Policen – Versicherungen für Wohneigentum – Family Offices

Ab dem 19. Oktober im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

xbAV Beratungssoftware mit neuem Geschäftsführer

Boris Haggenmüller verantwortet als Geschäftsführer seit September 2017 das operative Geschäft der xbAV Beratungssoftware GmbH. Zuvor war er der verantwortliche Prokurist des Tochterunternehmens der xbAV AG.

mehr ...

Immobilien

Baufinanzierung: Die Service-Champions

Welche Banken bieten deutschen Kunden den besten Kundenservice bei der Baufinanzierung? Die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue hat Kunden der Banken hierzu befragt. Eine Bank konnte besonders überzeugen und sicherte sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Investmentfonds

Finanzbranche befürchtet Blasenbildung an Märkten

Die Politik der Europäischen Zentralbank hat bereits zur Blasenbildung an den Finanzmärkten geführt, oder wird dies noch tun. Dessen ist sich die Finanzbranche sicher. Die Mehrheit wünscht sich den Ausstieg aus der expansiven Geldpolitik, hält dies jedoch gleichzeitig für unwahrscheinlich.

mehr ...

Berater

Insurtechs: Die fairsten digitalen Versicherungsmakler aus Kundensicht

Welche digitalen Versicherungsmakler werden von ihren Kunden als besonders fair wahrgenommen? Das Kölner Analysehaus Servicevalue hat gemeinsam mit Focus-Money die Kunden von 24 Anbietern befragt. Neun von ihnen erhielten die Note “sehr gut”.

mehr ...

Sachwertanlagen

IPP-Fonds der Deutschen Finance schütten aus

Der Asset Manager Deutsche Finance aus München kündigt für seine beiden Fonds IPP Institutional Property Partners Fund I und Fund II Auszahlungen für das Geschäftsjahr 2016 an die Privatanleger an.

mehr ...

Recht

IDD: Umsetzung könnte in Teilen verschoben werden

Wie der AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V. mitteilt, könnte sich der Umsetzungstermin von Teilen der europäischen Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verschieben. Die delegierten Rechtsakte sollen nach dem Willen des europäischen Parlaments demnach erst im Oktober 2018 in Kraft treten.

mehr ...