8. Dezember 2017, 06:00
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Lebensversicherung: Wie krisenfest sind die Anbieter?

Das Analyseunternehmen Morgen & Morgen (M&M) untersucht einmal im Jahr die Belastbarkeit von Versicherungsunternehmen hinsichtlich Solvabilität und ihrer zukünftigen Krisenfestigkeit. In diesem Jahr nahmen 43 LV-Anbieter teil.

Lebensversicherung: Wie krisenfest sind die Anbieter?

Morgen & Morgen verlieh insgesamt 25 untersuchten Lebensversicherer die Höchstwertung “Ausgezeichnet”.

In diesem Jahr wurden laut M&M erstmals alle Versicherer verpflichtet, den Solvency and Financial Condition Report (SFCR) zu veröffentlichen, der die finanzielle Stabilität und Eigenkapitalunterlegung im Krisenfall wiedergibt.

Die veröffentlichte Bedeckungsquote dieses Reports sei jedoch nicht durchgängig vergleichbar, da verschiedene Berechnungsmethoden und Volatilitätsanpassungen angewendet werden.

Anders als in der Standardformel zu Solvency II belege der M&M Belastungstest daher auch Staatsanleihen von EU und OECD-Staaten mit einem Risikofaktor und nehme Angleichungen zwischen Standard- und internen Formeln vor.

Alle Anbieter vorbereitet

Insgesamt konnten sich im Rating von M&M ganze 25 der untersuchten LV-Anbieter die Höchstwertung “Ausgezeichnet” sichern, unter anderem die Allianz, Axa, Continentale, Ergo Vorsorge, Mylife, Nürnberger und Swiss Life.

Weitere zehn Lebensversicherer wurden bezüglich ihrer Solvabilität und Krisenfestigkeit mit dem zweithöchsten Rating “Sehr gut” bedacht, so beispielsweise Helvetia, Stuttgarter und Zurich Deutscher Herold.

Nur acht der von M&M geprüften Unternehmen mussten sich mit der Bewertung “Bestanden” begnügen, so etwa Barmenia, Debeka und Gothaer, während die schlechteste Bewertung “Kritisch” an keinen Anbieter vergeben wurde.

Jedoch müsse trotz dieses guten Ergebnisses für die Branche beachtet werden, dass insgesamt 24 deutsche Lebensversicherer nicht am M&M Belastungstest teilnahmen, darunter namhafte Unternehmen wie Arag, HDI und Universa. (bm)

 

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