27. März 2017, 11:38
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Versicherer zahlen 2016 sechs Milliarden Euro mehr aus

Die deutschen Lebensversicherer haben ihren Kunden nach Angaben des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im vergangenen Jahr so hohe Leistungen ausgezahlt wie nie zuvor. 88,9 Milliarden Euro flossen demnach an die Versicherungsnehmer, das sind 7,1 Prozent mehr als im Vorjahr.

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Beim Anstieg der ausgezahlten Leistungen sticht nach Angaben des GDV vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung heraus.

Ein Teil des Leistungszuwachses gegenüber 2015 von knapp sechs Milliarden Euro ist laut GDV auf einen Sondereffekt zurückzuführen: 2016 kamen viele Lebensversicherungsverträge zur Auszahlung, die 2004 kurz vor dem Ende der Steuerfreiheit für Ablaufleistungen abgeschlossen und dann die Mindestdauer von zwölf Jahren gehalten wurden.

Beim Anstieg der ausgezahlten Leistungen sticht nach Angaben des Verbandes vor allem die Berufsunfähigkeitsversicherung heraus: Hier zahlten die Unternehmen mit 3,6 Milliarden Euro 4,5 Prozent mehr Kapital- oder Rentenleistungen aufgrund von Invaliditätsabsicherung aus als im Jahr zuvor.

Die gesamten Beitragseinnahmen der Lebensversicherer, Pensionskassen und Pensionsfonds gingen um zwei Prozent auf 90,8 Milliarden Euro zurück. Das Neugeschäft gegen laufenden Beitrag verbesserte sich um 2,7 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro, während sich beim Neugeschäft gegen Einmalbeitrag die Konsolidierung mit einem Minus von 5,6 Prozent auf 26,2 Milliarden Euro fortsetzte.

Beitragsplus auch für 2017 erwartet

Die Beitragseinnahmen aller rund 450 Mitgliedsunternehmen des GDV blieben im abgelaufenen Geschäftsjahr stabil: Sie legten um 0,2 Prozent auf 194,2 Milliarden Euro zu. Das Ergebnis lag damit nach Angaben des Verbandes im Rahmen der Erwartungen. Für 2017 rechnet die Branche über alle Sparten hinweg mit einem Beitragsplus von mindestens einem Prozent. (kb)

Foto: Shutterstock

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