Das Interesse an Kryptowährungen nimmt in Deutschland weiter zu. Laut einer länderübergreifenden Studie von Boerse Stuttgart Digital planen 35 Prozent der Deutschen, in den kommenden fünf Jahren in digitale Assets zu investieren. Gleichzeitig signalisiert die Untersuchung eine steigende Erwartungshaltung gegenüber Banken.
An der Befragung nahmen 6.000 Personen aus Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich teil. Die Ergebnisse zeigen, dass deutsche Anleger im europäischen Vergleich überdurchschnittlich finanzgebildet sind. 68 Prozent schätzen ihre Kenntnisse als gut ein und liegen damit vor Spanien, Italien und Frankreich.
Trotz dieser Selbsteinschätzung empfinden 60 Prozent Kryptowährungen weiterhin als komplex. Gleichzeitig zeigt sich ein erhebliches Potenzial: Fast die Hälfte der Befragten würde bei besserer Aufklärung stärker investieren.
Finanzwissen und Informationsbedarf bleiben entscheidend
„Der Zugang zu Finanzwissen und Kryptowährungen war noch nie so einfach. Doch die Ergebnisse zeigen, dass die Finanzkompetenz in Deutschland weiter gestärkt werden muss, insbesondere im digitalen Bereich. Bildungsangebote und vollständig regulierte Angebote sind zentrale Voraussetzungen, um Kryptowährungen sicherer und breiter zugänglich zu machen. So können Anleger selbstbewusster in diese Anlageklasse investieren“, sagt Dr. Matthias Voelkel, CEO der Boerse Stuttgart Group.
Beim Zugang zu Kryptowährungen spielt Vertrauen eine zentrale Rolle. 38 Prozent der deutschen Anleger sehen ihre Hausbank als wichtigste Anlaufstelle für den Handel mit digitalen Assets. Spezialisierte Plattformen erreichen lediglich 19 Prozent.
Zugleich wächst der Druck auf Banken, entsprechende Angebote bereitzustellen. Fast jeder fünfte Befragte in Deutschland erwartet, dass die eigene Bank innerhalb der nächsten drei Jahre den Zugang zu Kryptowährungen ermöglicht.
Banken stehen vor wachsendem Wettbewerbsdruck
Die Studie zeigt zudem, dass Krypto-Angebote zunehmend zum Differenzierungsmerkmal werden. 29 Prozent der Befragten haben bereits aktiv nach Banken oder Plattformen gesucht, die den Handel mit Kryptowährungen ermöglichen.
Besonders deutlich wird dies beim Thema Wechselbereitschaft: Jeder dritte Deutsche würde seine Bank verlassen, wenn ein anderes Institut bessere Angebote für digitale Assets bereitstellt. In Spanien liegt dieser Anteil sogar bei 40 Prozent, gefolgt von Italien mit 35 Prozent und Frankreich mit 33 Prozent.
„Mit unseren regulierten Handels- und Verwahrlösungen unterstützen wir als Europas führender Infrastrukturpartner Finanzinstitute dabei, Kryptowährungen sicher und zuverlässig in ihr Angebot zu integrieren. So können Banken ihre Kundenbindung stärken und gleichzeitig von der wachsenden Nachfrage profitieren“, sagt Dr. Matthias Voelkel.
Krypto-Adaption nimmt europaweit zu
Ein Viertel der Deutschen hat bereits in Kryptowährungen investiert. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland damit hinter Spanien mit 38 Prozent, aber vor Italien und Frankreich.
Das Interesse dürfte weiter steigen. Neben den 35 Prozent, die bereits konkrete Investitionspläne haben, rückt auch die Rolle von Banken stärker in den Fokus der Anleger.
„Europäische Anleger legen Wert auf Vertrauen und den Zugang zu aufstrebenden Anlageklassen, wenn sie ihre Banking-Partner wählen“, erklärt Dr. Matthias Voelkel. „Unsere Studie zeigt, dass die Integration von Kryptowährungen zunehmend darüber entscheidet, wie Banken Kunden langfristig binden. Als führender Krypto-Infrastrukturpartner ermöglicht Boerse Stuttgart Digital Finanzinstituten in ganz Europa, ihren Kunden einen einfachen und verlässlichen Zugang zu digitalen Assets zu bieten.“
Die zugrunde liegende Studie basiert auf 6.000 Online-Interviews mit Personen im Alter von 18 bis 70 Jahren. Sie wurde vom Marktforschungsinstitut Marketagent durchgeführt und erhebt den Anspruch, repräsentativ für die Bevölkerung in Deutschland, Italien, Spanien und Frankreich zu sein. Der Befragungszeitraum erstreckte sich von Ende August 2025 bis Januar 2026.













