Anzeige
6. April 2018, 13:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Indexpolicen: Angst essen Rendite auf

Nullrunden und sinkende Überschussbeteiligungen können das Vertrauen der Kunden in indexgebundene Rentenversicherungen schmälern. Die Versicherer versuchen, mit veränderten Produktkonzepten gegenzusteuern.

Indexpolicen: Angst essen Rendite auf

Bei einer Indexpolice hat der Versicherte die jährliche Wahl zwischen klassischer Überschussbeteiligung oder Partizipation an einem Aktienindex.

Das Meinungsbild war recht deutlich, als das Institut für Vorsorge- und Finanzplanung (IVFP) mit Sitz im bayerischen Altenstadt an der Waldnaab im vergangenen Jahr Berater und Vermittler befragte, was wohl die Intention der Versicherungsunternehmen bei der Einführung von Indexpolicen war – 2007 hatte die Allianz als erster Versicherer in Deutschland damit losgelegt.

Ganze 66 Prozent der Befragten antworteten, dass die Assekuranz die klassische Rentenversicherungspolice dadurch ablösen möchte. Lediglich 34 Prozent sahen die indexgebundene Rentenversicherung als Ergänzung zum bisherigen Portfolio eines Anbieters an.

Kein Wunder, schließlich wird die “Klassik“ angesichts der Zinsperspektive “low for long“ immer unattraktiver und von vielen Versicherern aus ihrem Angebot gestrichen.

Versicherte haben die Wahl

Nach Einschätzung der Ratingagentur Assekurata machen Produktgattungen wie die Neue Klassik und Indexpolicen zusammen bereits zwischen 70 und 80 Prozent des Neugeschäfts aus. Verdrängung also statt Ergänzung.

Bei einer Indexpolice hat der Versicherte die jährliche Wahl zwischen einer klassischen Überschussbeteiligung oder der Partizipation an einem oder mehreren Aktienindizes.

Dabei wird die Verzinsung nicht wie bei einer klassischen Lebensversicherung bis zum Vertragsablauf garantiert, sondern nur für die kommenden zwölf Monate. Danach wird sie an das aktuelle Kapitalmarktumfeld angepasst, auch die Indexpartizipation wird neu bestimmt.

Gute Renditen in 2017

Das Vertragsguthaben bleibt über die gesamte Laufzeit im Sicherungsvermögen des Versicherers angelegt, um den Kunden vor Wertverlust zu schützen. Derzeit wird mehr als ein Dutzend dieser Produkte am Markt angeboten.

“Indexpolicen reihen sich zwischen konventioneller und fondsgebundener Lebensversicherung ein, enthalten durch die Bindung an den Deckungsstock aber einen klassischen Kern. Dabei ergeben sich die jährlichen Renditen aus einem speziellen Beteiligungsmechanismus an einem Index“, erklärt Lars Heermann, Bereichsleiter Analyse und Bewertung bei Assekurata, das Prinzip dieser Produktsparte.

Im letzten Jahr hat das zu ganz ordentlichen Ergebnissen geführt: Die von Assekurata untersuchten Indexpolicen konnten 2017 durch den Aufwärtstrend an den Kapitalmärkten immerhin Renditen zwischen fünf und zehn Prozent erzielen.

Seite zwei: Sicherheit spricht für Indexpolicen

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

2 Kommentare

  1. Korrekt Hr. Lanc!

    Kommentar von Wilfried Strassnig Versicherungsmakler — 9. April 2018 @ 11:01

  2. Die Kunden verlieren sehr viel Geld weil die immer noch Angst haben vor Kursschwankungen . Die vermeintlich sichere Alternative ist der eigentliche Verlust.

    Kommentar von Jan Lanc Neu-Isenburg — 9. April 2018 @ 09:30

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 09/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

PKV – Nachhaltige Geldanlage – Wohnen auf Zeit – Hitliste der Maklerpools

Ab dem 16. August im Handel.

Special Investmentfonds

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Nachhaltig anlegen: Mehr Rendite mit gutem Gewissen
Gewinne im Fokus: Die besten Dividenden-Fonds

Versicherungen

Neue Bestmarke von Fonds Finanz

Der Münchner Maklerpool Fonds Finanz meldet einen positiven Verlauf für das Geschäftsjahr 2017 mit erneut gestiegenem Umsatz.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Pläne für Bestellerprinzip setzen einen falschen Fokus

Medienberichten zufolge prüft Bundesjustizministerin Katarina Barley aktuell, ob sich das Bestellerprinzip auch auf Immobilienverkäufe übertragen lässt und künftig derjenige die Kosten zu tragen habe, der den Makler beauftragt – in der Regel also der Verkäufer. Der ZIA Zentraler Immobilienschuss sieht die Ursache für hohe Kaufnebenkosten an anderer Stelle.

mehr ...

Investmentfonds

Albayrak dankt für deutsche Unterstützung

Katar bietet der Türkei an, 15 Milliarden Dollar in die Türkei zu investieren. Doch die Lage bleibt angespannt. Inzwischen hat Albayrak auch mit Olaf Scholz und Emmanuel Macron telefoniert. Die Festnahmen deutscher Staatsbürger enden dennoch nicht.

mehr ...

Berater

Schiffsfinanzierung: Betrugsprozess in Kiel gestartet

Zwei Männer müssen sich seit Donnerstag vor dem Kieler Landgericht in einem Betrugsverfahren um eine angebliche Schiffsfinanzierung verantworten. Dies berichten die “Kieler Nachrichten”.

mehr ...

Sachwertanlagen

Publity kauft in Schwaben zu

Die Leipziger Publity AG hat eine vollvermietete Büroimmobilie in Sindelfingen bei Stuttgart erworben. Das Multi-Tenant-Objekt wurde im Jahr 1992 erbaut und verfügt über insgesamt knapp 6.500 Quadratmeter Mietfläche.

mehr ...

Recht

Umsatzsteuerkartell aufgeflogen – Betrug im größten Stil

Jahrelang wurde ermittelt. Nun wird ein Riesenerfolg im Kampf gegen Steuerhinterziehung vermeldet. Die Betrüger hatten es auf einen begehrten Rohstoff abgesehen. Der Schaden könnte mehrere 100 Millionen Euro betragen.

mehr ...