22. Juni 2018, 13:04
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Riester-Rente: IVFP empfiehlt dringende Optimierung

Die vom IVFP gewünschte Flexibilisierung schließe die Forderung nach Riesterförderung für alle Bundesbürger mit ein, als zum Beispiel auch für die Selbstständigen.

“Damit könnte die Komplexität und der nicht unbeachtliche Aufwand bei der Unterscheidung von mittelbarer und unmittelbarer Riesterförderfähigkeit entfallen”, so Hauer.

Eine weitere Verschlankung der Prozesse könne darüber erreicht werden, indem die Zulagenförderung direkt über die Finanzämter geregelt würde.

Riester-Rente sichert den Lebensstandard

Trotz der Kritik an der Riester-Rente sollten die Verbraucher laut IVFP jedoch nicht außer Acht lassen, dass diese maßgeblich zur Sicherung des Lebensstandards beitrage. Anders als bei Anleihen, Aktien oder Sparbüchern biete ein Riester-Vertrag eine lebenslange Leibrente.

Das bedeute, dass eine Riester-Rente auch dann noch zahle, wenn das Kapitel eigentlich schon aufgebraucht wäre. Eine weitere Studie vom IVFP, in der Riester-Verträge untersucht wurden, die sich bereits in der Auszahlungsphase befinden ergab, dass die jährliche Rendite nach Kosten und Steuer durchschnittlich bei drei Prozent liege.

“Ein sehr gutes Ergebnis in der aktuellen Niedrigzinsphase – zumal die Riesterrente auch noch das Langlebigkeitsrisiko abdeckt”, sagt Hauer. Das IVFP wolle mit seinem aktuellen Rating aufzeigen, welche Tarife sich im aktuellen Marktumfeld behaupten können.

IVFP untersucht 33 Riester-Anbieter

In seinem zehnten Riester-Rating habe das Institut 45 Tarife von 33 Anbietern auf bis zu 80 Kriterien hin untersucht. Dabei werden Besonderheiten und Vorteile eines Riester-Vertrages, wie beispielsweise eine mögliche Hinterbliebenenabsicherung hervorgehoben.

Weiterhin werden die zu erwartenden Rentenhöhen ermittelt. Neu hinzugekommen sei ein Kriterium das prüft, ob für den Endkunden die Möglichkeit einer digitalen Vertragsverwaltung besteht.

Die vollständigen Ergebnisse des IVFP-Riester-Ratings 2018 finden sie hier. (bm)

Foto: IVFP

 

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