18. Januar 2018, 13:07
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Vergleichsplattformen: Berater setzen vermehrt auf Transparenz

Versicherungsunternehmen und Berater befinden sich immer intensiver im Wettbewerb mit Vergleichsportalen wie Check24. Doch die Branche verändert sich: Mehr und mehr Versicherungen arbeiten aktiv mit Kundenbewertungen um dem digitalen Wandel entgegenzutreten.

Vergleichsplattformen: Berater setzen vermehrt auf Transparenz

Die deutschen Versicherer reagieren auf den Kundenwunsch nach Individualisierung mit mehr Transparenz.

“Kundenbewertungen beeinflussen heutzutage maßgeblich die Wahl für oder gegen einen Versicherungsanbieter”, so Remo Fyda, CEO der Trust- und Bewertungsmarketing-Plattform ProvenExpert.

Einer aktuellen Studie der Managementberatung Bain & Company zeigt dass potenzielle Kunden im Entscheidungsprozess für eine mögliche Versicherung frei von Ort und Zeit sein wollen. Onlinebewertungen seien ein gutes Mittel diese Interessierten so früh wie möglich in ihrer Customer Journey zu erreichen.

Bessere Sichtbarkeit im Netz

Schon seit Anfang 2016 gehe die Lebensversicherungs-AG VPV diesen Weg mit dem Bewertungstool von ProvenExpert. Bis heute habe das Unternehmen über 2.100 gebündelte Bewertungen mit einem Durchschnitt von 4,87 Google-Sternen (von 5).

“Mit den Kundenbewertungen differenzieren sich unsere Vorsorgeberater deutlich vom Wettbewerb. Ihre Sichtbarkeit im Internet verbessert sich wesentlich“, sagt Lars Georg Volkmann, Vertriebsvorstand VPV Versicherungen.

Fyda zufolge reagieren Versicherungen auf den Zukunftstrend zur Individualisierung mit mehr Transparenz: “Im Schnitt arbeiten Kunden wie Barmenia, Gothaer, VPV oder Swiss Life mit 150 bis 200 Profilen.”

Qualitätsbarometer für Berater

Diese Profile seien auf Berater oder Filialen verteilt und ermöglichen das Bündeln und aktive Einholen von Kundenmeinungen. Zu den Vorteilen zählen ein besserer Überblick über die Kundenbewertungen sowie ein optimiertes Qualitätsmanagement.

Potenzielle Kunden können also sehen wie ihr Wunschberater bewertet ist, was Vertrauen schaffe, während die Firmenzentrale die Leistung der Mitarbeiter jederzeit im Blick habe. Auf diese Weise wirken die Bewertungen als externes und internes Qualitätsbarometer.

Versicherer wie Barmenia und Gothaer bündeln die Kundenbewertungen nicht nur auf einem Profil, sie holen auch aktiv Bewertungen ein.

Auf der eigenen Website und im ProvenExpert-Bewertungssiegel präsentiert seien diese dann allgemein sichtbar und werbewirksam. Sp können Versicherer und Berater ihr Image selbst gestalten und eine bewusstere Präsenz im Netz erreichen. (bm)

Foto: Shutterstock

Mehr Beiträge zum Thema Vergleichsportal:

Check24-Urteil: Ein Scheinsieg für Makler

Online-Broker: Lastenheft für digitale Vermittlerpflichten

Versicherer Huk-Coburg kehrt Online-Vergleichsportalen den Rücken

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Mehr Schutz für die Zähne, ambulant und stationär?

Einfach geregelt. Mit den neuen Zusatzversicherungen der SDK. Als Einzelversicherung für Privatpersonen oder als betriebliche Krankenversicherung für Firmen.

mehr ...

Immobilien

ZIA: Bundesweiter Mietenstopp schadet Mietern

Der Zentrale Immobilien Ausschuss ZIA, Spitzenverband der Immobilienwirtschaft, kritisiert die aktuellen Vorschläge des Deutschen Mieterbundes für einen bundesweiten Mietenstopp.

mehr ...

Investmentfonds

Wie reagieren die Märkte auf den sich verschärfenden US-Präsidentschafts-Wahlkampf?

Die Corona-Krise hat Präsident Trump in eine etwas schwierige Lage gebracht. Dies hat dazu geführt, dass seine Chancen auf eine Wiederwahl im November von einigen Beobachtern in Frage gestellt wird. Wenn man bedenkt, was Präsident Trump während seiner Amtszeit zugunsten des Unternehmenssektors bewirkt hat, gibt es in der Tat guten Grund zur Sorge, sollten einige der von ihm eingeführten Maßnahmen im Falle eines Biden-Sieges rückgängig gemacht werden. Aber ist es so einfach? Genauso wichtig ist es zu berücksichtigen, wie der Kongress aufgeteilt sein wird. Ein Kommentar von François Rimeu, Senior Strategist, La Française AM

mehr ...

Berater

Steuerbetrug: Ein europäischer Wettbewerb

Deutschland verliert etwa 26 Prozent des erzielbaren Körperschaftsteueraufkommens durch Gewinnverschiebungen multinationaler Unternehmen. Forscher der Universitäten Berkeley und Kopenhagen haben herausgefunden, dass 2017 weltweit etwa 700 Milliarden US-Dollar an multinationalen Gewinnen in Steueroasen verschoben wurden. Die Statista-Grafik zeigt den geschätzten Anteil des gewonnenen oder verlorenen Körperschaftsteueraufkommens ausgewählter europäischer Länder für 2017.

mehr ...

Sachwertanlagen

Deutsche Finance konzentriert institutionellen Vertrieb in der Schweiz

Die DF Deutsche Finance Capital Markets GmbH mit Sitz in Zürich verantwortet zukünftig das Capital Raising bei institutionellen Investoren. Kernaufgabe ist die Koordination und Durchführung der internationalen Distribution aller institutionellen Investitionsstrategien der Deutsche Finance Group.

mehr ...

Recht

Insolvenzen: Die Oktober-Welle abschwächen

Die Insolvenz-Zahlen für den April 2020 sagen nichts aus über die tatsächliche Zahlungsfähigkeit der Unternehmen in der Corona-Krise. Im Herbst steigt die Zahl der Insolvenzen voraussichtlich sprunghaft. Sicher kann der Staat nicht alle Firmen retten – und künstlich am Leben gehaltene Zombie-Firmen will niemand. Eine Insolvenzwelle würde aber auch den Bankensektor bedrohen. Anstelle von noch größeren Not-Krediten sollten die rückzahlbaren Liquiditätshilfen unter bestimmten Bedingungen in Zuschüsse umgewandelt werden.

mehr ...