„FlexWork 2.0“: Zurich teilt Mitarbeiter in drei verschiedene Office-Typen ein

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Viele Arbeitnehmer arbeiten seit Beginn der Coronakrise im Homeoffice und schätzen die Flexibilität.

Die Zurich Versicherung hat für die Arbeit nach der Corona-Pandemie ein neues Arbeitsmodell namens „FlexWork 2.0“ auf den Weg gebracht. Das neue Modell unterscheidet zwischen drei Office-Typen, die den Mitarbeitenden unterschiedliche Ausprägungen an Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsortes einräumen.

Während der Corona-Pandemie gab es eine lange Phase, in der Mitarbeiter zum Home Office verpflichtet wurden. Die Zurich Versicherung hat daran eine längere Phase der freiwilligen Anwesenheit angeschlossen. In Zukunft soll laut Zurich eine Balance geschaffen werden zwischen „dem nachhaltigen Unternehmenserfolg und den eigenen Bedürfnissen“. Dabei wird eine durchschnittliche Anwesenheitsquote über alle Office-Typen in den Bürogebäuden von 50 Prozent angestrebt. Aus steuerlichen und sozialversicherungsrechtlichen Gründen befindet sich der Arbeitsort zunächst weiterhin in Deutschland.

Direkte Kontakt zu Kunden und Mitarbeitern bleibt wichtig


„Mit dem Arbeitsmodell FlexWork 2.0 ermöglichen wir – abhängig vom Office-Typen – Freiraum bei der Wahl des Arbeitsortes, machen aber gleichzeitig deutlich, dass uns als Unternehmen auch der direkte Kontakt zu Kunden und Partnern sowie das persönliche Miteinander der Kolleginnen und Kollegen wichtig ist“, so Carsten Schildknecht, Vorstandsvorsitzender der Zurich Gruppe Deutschland.


Das neue Zurich Arbeitsmodell sieht die drei Typen Fix-, Flex- und Home-Office vor. Beim Fix-Office-Typen wird die Arbeit zu 100 Prozent der vereinbarten Arbeitszeit an einem festen Arbeitsplatz in den Betriebstätten erledigt. Zurich Mitarbeitende, die dem Office-Typen „Home-Office“ zugeordnet sind, arbeiten bis zu drei Tage von zuhause und zwei Tage in der Betriebsstätte. An ihrer gemeldeten Wohnadresse haben sie Anspruch auf einen voll ausgestatteten ergonomischen Arbeitsplatz.

Wir-Kultur fördern

Die größte Flexibilität zeichnet den Flex-Office-Typen aus, der für die überwiegende Anzahl der Mitarbeitenden gilt. Im „Flex-Office“ folgt der Arbeitsort der Aufgabe. Die Mitarbeitenden können unter Einbindung der Führungskraft entscheiden, wo der für die Aufgabe am besten geeignete Arbeitsort ist. Dieser kann sowohl inner- als auch außerhalb der Betriebsgebäude sein. Pro Quartal können bis zu 50 Prozent außerhalb der Betriebsstätte gearbeitet werden.

Feste An- und Abwesenheitstage gibt es nicht. Freiwerdende Arbeitsbereiche an den Standorten werden unter anderem in Besprechungs- und Kreativarbeitsflächen umgewandelt. Die Flex-Mitarbeiter können sich ergänzend bestimmte Büroausstattungen wie einen höhenverstellbaren Schreibtisch, ergonomische Schreibtischstühle oder IT-Equipment für die Arbeit von zuhause aussuchen, die dann von Zurich zur Nutzung überlassen werden.

Die Zurich hält Anwesenheit für wichtig um eine Wir-Kultur zu etablieren. „Wir sind der Überzeugung, dass es für eine funktionierende Unternehmenskultur wichtig ist, dass ein regelmäßiges persönliches Miteinander stattfindet. Das ist wie in einer guten Beziehung: Wenn man dauerhaft voneinander getrennt ist, droht man sich auseinander zu leben. Wir bei Zurich wollen dagegen das ‚Wir‘ weiter stärken“, so Uwe Schöpe, Personalvorstand der Zurich Gruppe Deutschland.

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