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20. Dezember 2005, 00:00
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Postbank übernimmt 850 Postfilialen

Die Postbank AG, Bonn, wird zu Jahresbeginn 2006 insgesamt 850 Filialen der Deutschen Post zu einem Kaufpreis von 986 Millionen Euro in Eigenregie übernehmen (cash-online berichtete bereits am 10. Oktober).
Wie die Postbank bekannt gab, werden 9.600 Mitarbeiter inklusive der 2.000 Finanzdienstleistungsberater zur Postbank wechseln. In diesen Filialen wird auch weiterhin das volle Spektrum an Postdienstleistungen vertrieben. Dabei wird der bisher gültige Kooperationsvertrag durch zwei neue ersetzt: Einerseits zahlt die Postbank der Post zukünftig eine Vergütung für von ihr in den verbleibenden Filialen erbrachte Finanzdienstleistungen. Der Betrag setzt sich aus einer fixen Basisvergütung und zwei variablen Komponenten für Servicing und Vertrieb zusammen. Für 2006 sollen so rund 150 Millionen Euro an die Post fließen.

Andererseits wird die Postbank für den Vertrieb von Postdienstleistungen ab 2006 von der Post eine Vergütung in Höhe von voraussichtlich rund 470 Millionen Euro erhalten. Die Vereinbarung beinhaltet zusätzliche Beiträge für Investitionen, Marketing und Weiterbildung von anfänglich rund 80 Millionen EURO. Für den Betrieb der übernommenen 850 Filialen fallen zudem weitere Verwaltungsaufwendungen in Höhe von rund 750 Millionen EURO im Jahr an.

Andererseits werde laut Mitteilung die Postbank um ca. 350 Millionen EURO im Jahr an nicht mehr zu leistender Schaltervergütung für den Vertrieb in den übernommenen Filialen entlastet. Daraus ergibt sich unterm Strich ein nachhaltiger jährlicher Gewinnbeitrag in Höhe von rund 150 Millionen EURO vor Steuern. Davon sind jährliche kalkulatorische Refinanzierungskosten in Höhe von 3,5 Prozent des Kaufpreises und in den ersten beiden Jahren Integrationsaufwendungen in Höhe von insgesamt rund 40 Millionen Euro abzuziehen.

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