Anzeige
6. Juli 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Anlageberatung: Beschlüsse des Bundestags auf einen Blick

Der Bundestag hat das “Gesetz zur Neuregelung der Rechtsverhältnisse bei Schuldverschreibungen auf Gesamtemissionen und zur verbesserten Durchsetzbarkeit von Ansprüchen von Anlegern aus Falschberatung” in zweiter und dritter Lesung verabschiedet.

Beratungsprotokoll Pflicht

Dies umfasst unter anderem die Festlegung, dass Anleger Anspruch auf ein Protokoll über das Beratungsgespräch haben. Das heißt, wer falsch beraten wurde, kann damit in Zukunft seine Ansprüche vor Gericht leichter geltend machen. Im Einzelnen bedeutet das, dass der Finanzberater bei Gesprächen mit den Kunden Anlass und Dauer der Beratung, eine Einschätzung der persönlichen Situation und der individuellen Anliegen des Kunden sowie die Empfehlungen, die am Ende ausgesprochen werden, aufzeichnen muss. Zudem muss das Beratungsprotokoll dem Kunden noch vor Abschluss eines Vertrags unterschrieben ausgehändigt werden.

Rücktrittsrecht des Kunden bei Telefonberatung

Die Pflicht zum Protokoll gilt bei allen Beratungsgesprächen ? auch bei telefonischen Beratungen. Hier gilt ein Rücktrittsrecht in einem Zeitraum von sieben Tagen, in dem der Kunde vom Vertrag zurücktreten kann, wenn er der Meinung ist, dass das Protokoll unrichtig oder unvollständig ist. Allerdings trägt innerhalb dieser Frist das beratende Institut das Risiko.

Die neuen Protokollierungs- und Dokumentationspflichten gelten ab dem 1. Januar 2010. Damit gilt eine Übergangsfrist, die es den betroffenen Unternehmen ermöglichen soll, sich auf die Änderungen einzustellen.

Änderung der Verjährungsvorschriften

Zudem entfällt die Verjährungsvorschrift nach Paragraf 37a Wertpapierhandelsgesetz. Das heißt, Schadensersatzansprüche wegen Falschberatung verjähren künftig nicht mehr nach drei Jahren, sondern richten sich dann nach den Regelungen des Bürgerlichen Gesetzbuches. Faktisch beginnt die dreijährige Frist dann erst zu laufen, wenn der Anleger von dem Schaden erfahren hat. Unabhängig von dieser Kenntnis können diese Ansprüche bis zu zehn Jahre nach Vertragsabschluss geltend gemacht werden. Danach sind sie verjährt. (ks)

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

“Schäden aus Arzt- oder Produkthaftung sind kostenintensiv”

Cash. sprach mit Roland Roider, Vorstand der Haftpflichtkasse Darmstadt, über die Sensibilisierung von kleinen und mittelständischen Unternehmen für die Notwendigkeit einer Gewerbehaftpflichtversicherung und die Erfolgsquote vor Gericht beim passiven Rechtsschutz.

mehr ...

Immobilien

Crowdinvesting: “Gutes Rendite-Risiko-Profil”

Welche Vorteile bietet Crowdinvesting gegenüber anderen Anlageformen in Immobilien? Cash. sprach mit Lasse Kammer, Geschäftsführer bei Reabiz Crowd Capital.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: “USA soll sich an die eigene Nase fassen”

Bereits seit Wochen übt US-Präsident Donald Trump harsche Kritik am deutschen Handelsbilanzüberschuss und wirft der Bundesrepublik “Währungsmanipulation” vor. Der deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn stellt in einem aktuellen Kommentar eine völlig andere Diagnose.

mehr ...

Berater

Fonds Finanz: “Maklern mehr Heimat bieten”

Am 28. März nahmen mehr als 4.800 Besucher an der elften Auflage der Makler- und Mehrfachagentenmesse (MMM-Messe) der Münchener Fonds Finanz teil. Der Maklerpool stellte im Rahmen der Veranstaltung die vorläufigen Geschäftszahlen für 2016 vor und startete gleich zwei neue Projekte zur Bindung von Vermittlern.

mehr ...

Sachwertanlagen

Offshore-Strom legt deutlich zu

Lange fehlten oft die Verkabelungen, um den aus See produzierten Strom an Land zu bringen. Doch jetzt scheinen die Offshore-Windparks ihren Beitrag zur Stromerzeugung in einem deutlich größeren Umfang zu leisten.

mehr ...

Recht

Makler oder Mehrfach-Agent? Versicherungsnehmer ist beweisbelastet

Für die Behauptung, ein Versicherungsvermittler, der die Antragsfragen aufgenommen hat, sei als Mehrfach-Agent tätig geworden, ist der Versicherungsnehmer beweisbelastet. Dies entschied das Oberlandesgericht Dresden in einem aktuellen Urteil.

mehr ...