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Dienstag, 10. Januar 2012

Zwei Drittel verwenden Gehaltserhöhung für Konsum

Laut einer Forsa-Umfrage nimmt der Anteil der Deutschen zu, die ein Gehaltsplus für eine größere Anschaffung verwenden würden. Nur jeder Dritte plant, zusätzliches Einkommen für die eigene Altersvorsorge zu nutzen.

KonsumDas Meinungsforschungsinstitut befragte in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der Bank of Scotland die Bundesbürger, wie sie eine Gehaltserhöhung verwenden würden. Mehr als zwei Drittel (67 Prozent) gab an, dass sie sich mit dem zusätzlichen Einkommen einen Konsumwunsch wie eine größere Anschaffung erfüllen wollen, im Vorjahr waren es noch 63 Prozent.

Jeder Fünfte (20 Prozent) ist demnach bereit, ein monatliches Plus von zehn Prozent brutto für Shopping und Restaurantbesuche auszugeben, das sind drei Prozentpunkte mehr als 2011. 32 Prozent der Befragten planen, ihre Gehaltserhöhung für die private Altersvorsorge zu verwenden. Der Anteil ist im Vergleich zum Vorjahr (34 Prozent) leicht gesunken.

Der Vergleich der Bundesländer zeigt, so die Autoren der Studie, dass die Einwohner Schleswig-Holsteins (77 Prozent) und Berlins (75 Prozent) sich am ehesten mit einem Einkommensplus einen größeren Konsumwunsch erfüllen. Die Menschen in Brandenburg (51 Prozent) und Sachsen (54 Prozent) halten weniger von diesem Verwendungszweck.

In die Altersvorsorge würden besonders die Bayern (43 Prozent) und Sachsen (40 Prozent) ihr zusätzliches Einkommen investieren. Am wenigsten sind an dieser Verwendung hingegen die Einwohner des Saarlands (22 Prozent) und Sachsen-Anhalts (23 Prozent) interessiert.

22 Prozent gaben an, dass sie ein Gehaltsplus zur Bestreitung ihres Lebensunterhalts verwenden würden, weil ihr bisheriges Einkommen dafür kaum reicht. Weitere sechs Prozent der Befragten würden das Geld für die eigene Aus- und Weiterbildung nutzen, fünf Prozent wollen es spenden.

Die Umfrage fand im Zeitraum 25. Oktober bis 6. November 2011 im Auftrag der Bank of Scotland statt. Es wurden 1.680 Personen im Alter von 18 bis 69 Jahren befragt. (jb)

Foto: Shutterstock

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