Anzeige
Anzeige
2. Juli 2012, 18:01
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierung: Niedrigzinsniveau treibt Nachfrage

Das erneut gesunkene Zinsniveau führt zu einer weiter steigenden Nachfrage nach Immobilienfinanzierungen. Das zeigt die Mai-Auswertung des monatlich erhobenen Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB).

Baufinanzierung: Niedrigzinsniveau treibt NachfrageWie schon im April nutzen laut DTB  auch im Mai Personen mit geringerem Einkommen die attraktiven Bedingungen zum Erwerb der eigenen Immobilie. Das Zinsniveau hat sich im vergangenen Monat noch einmal deutlich verringert. Demnach kostet die durchschnittliche Rate für eine zehnjährige Standardfinanzierung von 150.000 Euro mit einem Beleihungswert von 80 Prozent und einem Tilgungssatz von zwei Prozent nur noch 633 Euro. Pro Jahr sind die Kosten einer Finanzierung damit 276 Euro gegenüber dem Vormonat und 1.956 Euro gegenüber dem Vorjahresmonat gesunken.

Gemäß Europace-Hauspreisindex Innerhalb des letzten Jahres sind die Immobilienpreise bundesweit um 5,63 Prozent angestiegen. Die teureren Immobilien führten laut DTB im Vergleich zum Mai 2011 zu einer Erhöhung der durchschnittlichen Darlehenshöhe von 11.000 Euro auf 159.000 Euro. Gleichzeitig erhöhte sich der Beleihungsauslauf jedoch nur um 1,5 Prozent. Die erhöhten Kaufpreise sind den DTB-Ergebnissen zufolge somit durch einen höheren Eigenkapitaleinsatz fast vollständig kompensiert worden.

Der durchschnittliche Tilgungssatz ist mit 1,84 Prozent im Mai leicht unter der Rückzahlungsrate des Vormonats (April: 1,85 Prozent) und somit das zweite Mal in Folge leicht gesunken. Damit liegt der Tilgungssatz im Mittel zwar noch rund 22 Prozent über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Der von Dr. Klein empfohlene Tilgungssatz von zwei Prozent, der eine schnellere Entschuldung ermöglicht und damit das Zinsrisiko einer Anschlussfinanzierung signifikant verringert, wird jedoch wieder unterschritten.

“Die Diskussion über Immobilienblasen in regionalen Märkten bricht in Deutschland nicht ab. Die steigende Zinsbindung zeigt, dass unabhängig von der Frage der Wertentwicklung von Immobilien Eigentümer zunehmend auf langfristige Sicherheit achten. So ist die durchschnittliche Zinsbindung im Vergleich zum Vormonat um knapp sieben Monate auf nun zwölf Jahre angestiegen. Wer den Zinssatz zum Beispiel festschreibt bis das Darlehen vollständig getilgt ist, hat maximalen Schutz vor steigenden Finanzierungskosten. Bei den aktuell günstigen Bedingungen ist diese Überlegung ein Muss für jeden privaten Interessenten des Eigenheims.”, kommentiert Stephan Gawarecki, Vorstandssprecher Dr. Klein & Co. AG die DTB-Ergebnisse.

Bei den Darlehnsarten fällt nach DTB-Ergebnissen der starke Rückgang bei Forward-Darlehen von knapp 15 Prozent im Vergleich zum Vormonat auf. Zukünftige Anschlussfinanzierer scheinen auch weiterhin sinkende Zinsen zu erwarten. Dies dürfte dem Umstand geschuldet sein, dass die Baufinanzierungszinsen im betrachteten Zeitraum kontinuierlich gesunken sind.

Hintergrund: Der DTB zeigt die monatliche Entwicklung einiger Baufinanzierungs-Parameter. Dazu zählt neben der Darlehenshöhe, dem Tilgungssatz und dem Beleihungsauslauf auch die Verteilung der Darlehensarten. Die Standardrate zeigt zudem an, wie viel ein durchschnittliches Darlehen von 150.000 Euro an monatlicher Rate kostet. Die Ergebnisse des DTB werden monatlich aus Daten der Eurpace-Plattform errechnet. Der unabhängige Marktplatz für Immobilienfinanzierungen in Deutschland verfügt eigenen Angaben zufolge über eine Datenbasis von bis zu 20.000 Finanzierungen mit einem monatlichen Finanzierungsvolumen von über drei Milliarden Euro. (te)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

DVAG mit Rekord-Umsatz

Die Unternehmensgruppe Deutsche Vermögensberatung (DVAG) meldet für das Jahr 2016 überdurchschnittlich erfolgreiche Geschäftszahlen in Bezug auf Umsatz und Jahresüberschuss.

mehr ...

Immobilien

Immobilien in Hamburg werden teurer

Immobilien- und Grundstückspreise in Hamburg sind im vergangenen Jahr kräftig gestiegen. Wie die Bausparkasse LBS am Dienstag mitteilte, müssen Käufer vor allem in Zentrumsnähe tiefer in die Tasche greifen als noch im Vorjahr.

mehr ...

Investmentfonds

Schlumberger geht zu StarCapital

Der Vermögensverwalter StarCapital AG bekommt zum 1. April 2017 prominenten Zuwachs im Vorstand, der künftig aus fünf Personen besteht. 

mehr ...

Berater

Insolvenzverwalter der Infinus-Mutter geht leer aus

Eine Ordensgemeinschaft ist nicht verpflichtet, ein von der Infinus-Mutter Future Business KGaA zurückgezahltes Nachrangdarlehen an den Insolvenzverwalter der Unternehmensgruppe auszuschütten. Dies entschied das Landgericht Düsseldorf in einem aktuellen Urteil.

mehr ...

Sachwertanlagen

Lloyd Fonds beendet weiteren Hotelfonds mit Erfolg

Die Lloyd Fonds Gruppe aus Hamburg hat eine weitere Fonds-Hotelimmobilie inklusive der Einzelhandelsflächen an die Hotelgruppe „Motel One“ verkauft. Für das von Motel One betriebene Hotel in Leipzig wurde ein Kaufpreisfaktor von 22,2 bezogen auf die Jahresnettomiete erzielt, teilt Lloyd Fonds mit.

mehr ...

Recht

BU versus AU: Abgrenzung der Leistungsversprechen

Die Arbeitsunfähigkeitskomponente im Rahmen einer Berufsunfähigkeitspolice kann bei unbedarften Versicherungsnehmern zu Verwirrung führen, auch wenn AU und BU zwei gänzlich unterschiedliche Leistungsversprechen beinhalten.

mehr ...