EZB-Zinsen: Drei Tipps für die Baufinanzierung

Jörg Utecht
Foto: Interhyp/Andreas Pohlmann, Tobias Lug
Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat heute beschlossen, die Leitzinsen vorerst auf dem aktuellen Niveau zu belassen. Was bedeutet das für die Baufinanzierung? Drei Tipps vom Experten.

Angesichts der Lage im Nahen Osten und der damit verbundenen Energiepreis-Rallye rechnen Marktbeobachter bereits im Juni mit einer ersten Zinserhöhung durch die Notenbank, um die drohende Inflationswelle zu brechen, teilt der Baufinanzierungsvermittler Interhyp mit. 


Das könnte Sie auch interessieren:

Jörg Utecht, Vorstandsvorsitzender der Interhyp Gruppe, ordnet die Lage ein: „Die EZB hat den Leitzins wie erwartet unverändert gelassen. Doch eines ist klar: Die Inflation ist zurück auf der Agenda. Der Kapitalmarkt hat eine mögliche Leitzins-Erhöhung im Sommer bereits eingepreist. Mit Blick auf die Bauzinsen gehe ich davon aus, dass wir uns in den kommenden Wochen weiter um das Niveau von vier Prozent für 10-jährige Darlehen bewegen werden. Wer eine passende Immobilie gefunden hat, sollte Fakten schaffen.“ 

Drei Empfehlungen für die aktuelle Marktphase: 

  1. Den richtigen Indikator beobachten: Schauen Sie nicht auf den EZB-Leitzins, sondern auf die Entwicklung der 10-jährigen Bundesanleihe – sie zeigt Ihnen, wohin die Reise bei den Bauzinsen geht. 
  1. Zinssicherheit schlägt Spekulation: Angesichts der geopolitischen Lage im Nahen Osten bleibt die Inflation ein Risikofaktor. Lange Zinsbindungen bieten Schutz vor unvorhersehbaren Sprüngen. 
  1. Individueller Vergleich statt Marktwarten: Da die Banken unterschiedlich auf die Renditeschwankungen der Bundesanleihen reagieren, lassen sich durch einen Vergleich oft deutlich bessere Konditionen finden als bei der Hausbank. 

Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments
Inline-Feedbacks
Alle Kommentare anzeigen