Anzeige
Anzeige
5. November 2015, 13:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilien-Investments: Club Deals auf dem Vormarsch

Immobilieninvestitionen über Club Deals finden weitgehend abseits der Öffentlichkeit statt. Dabei ist ihre Bedeutung enorm. Das über Club Deals verwaltete Immobilienvolumen ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen.

Vertrag Shutterstock 209058313-Kopie in Immobilien-Investments: Club Deals auf dem Vormarsch

Die Zahl der Club Deals steigt kontinuierlich.

Laut dem europäischen Fondsverband INREV hielten globale Fonds 2014 weltweit Objekte im Wert von rund 86,3 Milliarden Euro über Club Deal- oder Joint Venture-Strukturen (2009: 20 Milliarden Euro).

Schlechte Erfahrungen mit Immobilienfonds

Einen der Hauptgründe für die Zunahme von Club Deals seien die schlechten Erfahrungen, die viele Investoren in der Vergangenheit mit Immobilienfonds gemacht haben. “Die Investoren wollen ein höheres Maß an Kontrolle und deutlich stärker in Entscheidungsprozesse einbezogen sein”, erklärt Prof. Dr. Matthias Thomas, CEO des INREV.

Bei Family Offices spielen Club Deals eine besonders große Rolle. In Deutschland stehen dabei kurzfristige Engagements in Projektentwicklungen im Vordergrund. “Die Baufertigstellung markiert dann das Ende der Zusammenarbeit, da die Immobilie dann in der Regel verkauft wird – oft auch an einen der beteiligten Partner”, erklärt Hans Hünnscheid, Geschäftsführer des Multi-Family-Offices Famos Immobilien.

In der Mehrzahl der Fälle seien es zwei Parteien, die sich in einem Club Deal zusammenfinden. “Bei den Nutzungsarten ist derzeit Wohnen mit Abstand die die Nummer eins, an zweiter Stelle folgen Einzelhandel, an dritter Position Büro. Die Investitionen bewegen sich bei deutschen Family Offices im einstelligen und niedrigen zweistelligen Millionenbereich”, führt Hünnscheid weiter aus.

Bei ausländischen Family Offices stehen langfristige Investments im Vordergrund. “Der typische Club Deal ausländischer Family Offices umfasst zwei bis drei Investoren, das Volumen bewegt sich zwischen fünf und zehn Millionen Euro”, erklärt Dr. Esfandiar Khorrami, Rechtsanwalt und Partner bei Bottermann Khorrami LLP. Im Gegensatz zu den deutschen Family Offices stehe bei den ausländischen Familien eher die Bestandshaltung im Fokus. (st)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Generali: Alternativen zur Klassik legen zu

Die Generali in Deutschland konnte ihr operatives Ergebnis im Geschäftsjahr 2016 auf 847 Millionen Euro erhöhen, ein Plus von sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtkosten sanken um 117 Millionen Euro auf 1,3 Milliarden Euro.

mehr ...

Immobilien

WIKR: Präzisierungen bei Immobilienkrediten

Die umstrittenen strengen Vorgaben für die Vergabe von Immobilienkrediten werden nachgebessert. Der Bundestag beschloss am Donnerstag Präzisierungen zu der seit einem Jahr geltenden “Wohnimmobilienkreditrichtlinie”.

mehr ...

Investmentfonds

Brexit: JP Morgan prüft Dublin als neuen Standort

Der kommende EU-Austritt Großbritanniens zwingt in London angesiedelte Banken zur Suche nach neuen Domizilen. So erwägt auch die US-Investmentbank JP Morgan eine Verlagerung von Arbeitsplätzen und verhandelt derzeit laut Informationen der Nachrichtenagentur Bloomberg vom Donnerstag über den Kauf eines Bürogebäudes in Dublin.

mehr ...

Berater

“Als ich anfing, war es geradezu exotisch, sich mit Frauen zu beschäftigen”

Heide Härtel-Herrmann ist seit über 30 Jahren als Beraterin tätig. Mit Cash. hat sie über ihren Werdegang, Frauen in der Finanz- und Versicherungsbranche und die Bedürfnisse weiblicher und männlicher Kunden gesprochen.

mehr ...

Sachwertanlagen

S&K-Gründer mit Strafen am unteren Rand auf freiem Fuß

Der Betrugsprozess um das Immobilienunternehmen S&K hat sich in Teilen als undurchführbar erwiesen. Nach einem Deal mit der Justiz kommen die Gründer mit Strafen am unteren Rand davon.

mehr ...

Recht

BGH stärkt prozessualen Rechtsschutz von Versicherungsnehmern

Klagt ein Versicherungsnehmer gegen einen Versicherer mit Sitz im Ausland, gilt die für den Versicherungsnehmer vorteilhafte Regelung des Gerichtsstandes in dessen Bezirk – auch wenn es sich um Ansprüche aus “Altverträgen” handelt, die vor Inkrafttreten des reformierten VVG geschlossen wurden.

mehr ...