12. Dezember 2016, 09:47
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Proptech: Hauskauf per Mausklick?

Proptech ist ein viel diskutiertes Trend- und Zukunftsthema in der Immobilienbranche. Der Begriff setzt sich aus “Property” und “Technologie” zusammen und steht für technologiebasierte Entwicklungen in der Immobilienbranche – ein vielversprechendes Wachstumsfeld.

Gastbeitrag von Axel Winckler, Realbest Germany

Proptech

Axel Winckler: “Dem Immobilienmarkt fehlt die Transaktionsdynamik, die andere Märkte in einem deutlich höheren Maße haben.”

Die Immobilien- aber auch die Finanzbranche sind, wenn es um ihre Digitalisierung und Kommerzialisierung in Form von Proptechs und Fintechs geht, relativ spät und sperrig.

Fehlende Transaktionsdynamik

Dem Immobilienmarkt fehlt die Transaktionsdynamik, die andere Märkte in einem deutlich höheren Maße haben. Wie viele Bücher kauft man alleine in der Weihnachtszeit? Wie viele Flüge bucht man pro Jahr? Aber wie viele Immobilien kauft der durchschnittliche Immobilienkunde in einem ganzen Leben?

In der Immobilienbranche kommt noch ein weiterer Grund für die späte Digitalisierung zum Tragen: In den attraktiven Marktsegmenten beobachten wir aktuell eher einen sogenannten Verkäufermarkt. Das bedeutet, es gibt mehr Käufer als Verkäufer.

Verkäufer müssen sich also gar nicht übermäßig anstrengen, um Käufer für sich zu gewinnen. Vielmehr geht es darum, erzielbare Margen zu optimieren oder die Zeitspanne des Verkaufs zu verkürzen.

Dynamik kommt von den Käufern

Vor allem im Wohnungsmarkt der Ballungsgebiete beim Mieten und Verkaufen gibt es eine begrenzte Anzahl von Objekten für zu viele interessierte Käufer. Die Dynamik der Digitalisierung wird also weniger von den Verkäufern als vielmehr von den Käufern getragen.

Eine Plattform ist auch nur dann attraktiv, wenn sie ein möglichst großes Angebot in möglichst kurzer Zeit aufbauen kann. Die Möglichkeiten der – mittlerweile schon klassisch zu nennenden – Immobilienportale wie ImmobilienScout24, Immonet oder Immowelt sind beschränkt, wenn es darum geht, neue Anbieter von Immobilien oder Privatverkäufer zu werben.

Die Portale verdienen nach dem klassischen Media-Prinzip. Der Verkäufer zahlt für die Präsenz seines Angebotes. Aber dieses Prinzip steht unter Druck. Denn hier entwickeln sich viele neue, kostenfreie Modelle. Oder – und das ist ein “Game Changer” – sogar Modelle, in denen für die Bereitstellung eines Angebots bezahlt wird etwa über eine Provisionsbeteiligung.

Der permanente Druck, attraktive Angebote in das eigene Portfolio zu kanalisieren, ist groß und nimmt weiter zu, sodass an dieser Stelle mit weiterer digitaler Innovation und neuen Anbietern zu rechnen ist.

Seite zwei: Sicherheit und Transparenz

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