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18. März 2016, 11:06
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Wie wird Disruption zur zukunftsfähigen Innovation? Teil II

Nur Risiken und Nebenwirkungen – oder: Worauf dürfen wir uns freuen? Ein Zukunftsbeitrag von Alexander Funk, Senior Portfoliomanager bei der Fondsgesellschaft Ökoworld.

Funk 2-Kopie in Wie wird Disruption zur zukunftsfähigen Innovation? Teil II

Prominentestes Beispiel einer disruptiven Technologie ist zweifelsohne die Erfolgsgeschichte des Smartphones des unumstrittenen Marktführers Apple mit dem iPhone.

Technologie über das Fortbewegungsmittel hinaus: kleine Helferlein on Tour
Vor allem im Bereich des autonomen Fahrens wird die jüngste Generation des Mobilfunknetzes vorausgesetzt – das Fahrzeug muss in der Lage sein, innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde zu agieren und zu reagieren. Ein weiteres innovatives Unternehmen und ebenfalls im Bereich der „kleinen Helferlein“ ist Melexis aus Belgien, dessen Produkte von allen führenden Automobilherstellern in Europa, USA und Asien eingesetzt werden. Gemeinsam ist den Produkten und Systemen, dass sie hohe Effizienz, Betriebssicherheit und Energieeffizienz von Motoren (auch Elektromotoren), Antrieben, Schaltungen, Bremsen, Beleuchtungssystemen u. v. m. ermöglichen. Angesichts des durchschnittlichen Umsatzwachstums in den letzten drei Jahren von über 17 Prozent pro Jahr und einer Ergebnissteigerung von  25 Prozent pro Jahr in den letzten drei Jahren sind die etablierten Automobilhersteller hinsichtlich Umsatzwachstum und Rentabilität nur im Rückspiegel zu erkennen. Angesichts der Produktvielfalt und Anzahl der Automobilhersteller könnte man den Eindruck gewinnen, der Markt der Produzenten scheine sehr gut aufgeteilt zu sein mit entsprechend hohen Markteintrittsbarrieren.

Neuankömmlinge revolutionieren den Markt

Disruption findet dennoch statt durch Neuankömmlinge, die sich vom bisherigen Muster deutlich abheben. Tesla haben wir im Bereich Elektromobilität genannt; auf der anderen Seite nahm die Welt Notiz vom Google Car – einer hauseigenen Entwicklung des weltweit führenden Suchmaschinenanbieters. Mittlerweile spulten die selbstfahrenden Autos mehrere Millionen Testkilometer auf amerikas Straßen ab. Dazu kursieren Gerüchte um das Technologie-Dickschiff Apple dahingehend, dass der Technologiekonzern aus Cupertino im Silicon Valley ebenfalls an einem eigenen Auto-Projekt arbeitet. Auch Daimler-Chef Zetsche liebäugelt mit dem selbstfahrenden Auto und liefert sich ein Wettrennen mit Google und anderen digitalen Konzernen. Im Wettbewerb um das Geschäft der Zukunft übernahm General Motors die auf selbstfahrende Autos spezialisierte Start-up-Firma Cruise Automation. Mit der Company aus San Francisco möchte GM die eigene Entwicklung autonomer Fahrzeuge weiter nach vorne bringen, sagte der Präsident der Opel-Muttergesellschaft, Dan Ammann. Nach Insiderinformationen zahlte GM dafür eine Milliarde Dollar.

In der Wertschöpfungskette spielt die Musik
Für die Zukunft wird nicht die Frage sein, ob die großen Technologiekonzerne in die Mobilitätsthemen von morgen einsteigen, sondern welche Bereiche der originären Wertschöpfungskette bei den bislang bekannten Herstellern und Zulieferunternehmen verbleiben. Die Technologisierung und Elektrifizierung des Automobils hält unvermindert an. Wer hätte vor 20 Jahren an selbstfahrende Autos gedacht außer in Science-Fiction-Filmen? Diese neuen und durchaus profitablen Zukunftsthemen passen in das Bild der Investmentwelten der ÖKOWORLD.

Erst speichern, später verbrauchen: Massenproduktion soll Kosten senken ab 2017. 
Apropos Innovationen: Tesla gab im April letzten Jahres bekannt, in das Geschäft der Speichertechnologien einzusteigen. Tesla-Chef Elon Musk zaubert das nächste Kaninchen aus seinem Zylinder: die neue Produktlinie Tesla Energy. Es handelt sich hierbei um neuartige Lithium-Ionen-Akkus, die Häuser mit Solarzellen endlich von Stromanbietern unabhängig machen sollen. Und das zum erschwinglichen Preis. Mit deren Hilfe kann der aus Erneuerbaren Energien gewonnene Strom gespeichert und verbraucht werden und zwar zu jeder Tages- und Nachtzeit, unabhängig davon, ob die Sonne scheint oder der Wind bläst. Faszinierend hierbei ist weniger die Technologie, sondern die angestrebte Massenproduktion der Batterien, um somit die Kosten je Stück deutlich zu senken. Vice versa bedeutet dies, dass die Wettbewerbsfähigkeit und somit Wirtschaftlichkeit der autonomen Stromversorgung deutlich zunimmt. Möglich ist dies durch Produktion der Batterien in großen Stückzahlen in der hauseigenen Gigafabrik. Fertigstellung dieser ist geplant in 2017. Spätestens im Jahr 2020 soll die Gigafabrik auf Hochtouren laufen und jährlich mehr Lithium-Ionen-Batterien produzieren als dies in Summe weltweit im Jahr 2013 geschehen ist.

Seite zwei: Energieerzeugung aus erneuernbaren

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