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27. Juni 2014, 09:31
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Venture Capital: Vitaminspritze für Start-ups

Das Marktumfeld für Investitionen in Unternehmen mit zukunftsfähigen Geschäftsmodellen gilt als günstig. Mehrere Emissionshäuser planen bereits neue Publikumsfonds für Privatanleger.

Venture Capital

Matthias Hallweger, HMW: “Private Equity und Venture Capital wird in den kommenden Jahren erheblich an Bedeutung gewinnen.”

Gute Aussichten für den europäischen Private-Equity-Markt: Dies prognostizierte im Februar Roland Berger Strategy Consultants.

Gemäß einer Umfrage der Unternehmensberatung erwarten 82 Prozent der Marktteilnehmer, dass Firmenakquisitionen mit Beteiligung von Private-Equity-Gesellschaften 2014 zunehmen werden.

Positive Stimmung

Im Vorjahr hatten sich die Private-Equity-Aktivitäten noch weniger gut entwickelt als vermutet. So wurden in den ersten neun Monaten 2013 europaweit 22,5 Milliarden Euro im Bereich Private Equity investiert. 2012 waren es im gleichen Zeitraum noch 27 Milliarden Euro.

“Wegen der hohen Preiserwartungen der Verkäufer kamen im Jahr 2013 weniger Transaktionen zustande als erwartet”, erläutert Gerd Sievers, Partner bei Roland Berger Strategy Consultants.

“Dieses Jahr gehen wir davon aus, dass sich die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern deutlich annähern werden.” Besonders in Deutschland und Großbritannien herrsche positive Stimmung, die Verfügbarkeit von attraktiven Kaufobjekten und die wirtschaftliche Gesamtsituation werde den Markt beflügeln.

Emissionshäuser wollen partizipieren

Daran wollen auch Emissionshäuser partizipieren, die Fonds in der Assetklasse Private Equity/Venture Capital auflegen. Sie beurteilen die Rahmenbedingungen für Investitionen ebenfalls positiv: “Sie sind sowohl auf der Investitionsseite als auch in Bezug auf das Interesse institutioneller Investoren erstklassig. Strategische Investoren aus Industrie und Dienstleistung verfügen über hohe Liquidität und interessieren sich für Zukäufe. Aber auch die Private-Equity-Fonds selbst verfügen dank des gestiegenen Interesses der Investoren kombiniert mit niedrigsten Zinsen über große Spielräume für Akquisitionen”, erklärt RWB-Vorstand Horst Güdel.

Die hohe Marktaktivität spiegele sich auch im Portfolio der RWB-Fonds wider. So sind laut Güdel im ersten Quartal 2014 insgesamt 40,3 Millionen Euro aus über 20 verschiedenen Unternehmensverkäufen an die Fonds zurückgeflossen.

Venture-Capital-Gesetz geplant

Auch Fidura-Geschäftsführer Klaus Ragotzky bewertet das Marktumfeld derzeit positiv, weil sich die Politik inzwischen zu Private Equity bekenne und um gute Rahmenbedingungen sowohl für junge als auch für etablierte Unternehmen bemüht sei.

Zusätzlich würden moderate Unternehmensbewertungen und hohe Liquidität für positive Stimmung sorgen. “Sollten die Unternehmensbewertungen trotz so hoher Liquidität weiterhin vernünftig bleiben, herrschen im Hightech-Land Deutschland schon fast ideale Bedingungen, um zu investieren”, so Ragotzky.

Seite zwei: Impulse von der Politik

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