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18. Mai 2015, 11:45
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Bafin-Statistik: Wo sind die vielen neuen Fonds?

Die Zahl der Genehmigungen geschlossener Publikums-AIF hat in den ersten vier Monaten 2015 anscheinend deutlich zugelegt. Auf den Markt gekommen sind bisher jedoch nur wenige.

Der Löwer-Kommentar

Stefan-loewer1 in Bafin-Statistik: Wo sind die vielen neuen Fonds?

“Vermutlich sind nicht wenige KVGen der noch unveröffentlichten AIF von der Schnelligkeit der Behörde überrascht worden und haben ihre restlichen Vertriebsvorbereitungen noch nicht abgeschlossen.”

Kommt die Branche der alternativen Investmentfonds (AIF) endlich aus dem Quark und beginnt nach fast zwei Jahren Flaute nun der lange erwartete breite Anstieg der Neuemissionen?

Nach den Zahlen, die in der vergangenen Woche von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) veröffentlicht wurden, sieht es so aus. Demnach hat die Behörde von Januar bis April 2015 offenbar 38 geschlossene Publikums-AIF genehmigt. Das sind fast zwei Drittel mehr als im gesamten Jahr 2014.

Die Zahl errechnet sich aus den nur 23 AIF, die laut Bafin-Jahresbericht 2014 das Okay der Finanzaufsicht erhielten und insgesamt 61 Genehmigungen von Juli 2013 bis Ende April 2015, die in dem Hand-out für die Pressekonferenz der Behörde aufgeführt sind (2013 wurde, soweit bekannt ist, noch kein Publikums-AIF genehmigt).

Wenig Transparenz bei AIF-Neuemissionen

Allerdings: Seit dem Jahreswechsel wurde bislang nur der Start von 13 Publikums-AIF öffentlich verkündet, also nur eines Drittels der genehmigten Angebote. Wo also sind die vielen neuen Fonds?

Ein Grund für die Diskrepanz könnte in der geringen Transparenz der Neuemissionen liegen. Anders als Angebote nach dem Vermögensanlagengesetz müssen neue AIF weder im Bundesanzeiger bekannt gemacht werden, noch wird der Prospekt in der öffentlichen Datenbank der Bafin erfasst.

Bei AIF ist es also weitaus schwieriger als bei den prospektpflichtigen Angeboten im „grauen“ Kapitalmarkt, auch jene Neuemissionen im Auge zu behalten, die von den Anbietern nicht aktiv kommuniziert werden.

Noch 25 genehmigte AIF in den Schubladen?

Doch auch ein Blitz-Check auf den Websites der bekannten Kapitalverwaltungsgesellschaften (KVGen) förderte keine neuen AIF zutage, deren Vertrieb vielleicht im Stillen gestartet worden wäre.

So liegt die Vermutung nahe, dass die schon genehmigten Prospekte von nicht weniger als 25 Publikums-AIF unveröffentlicht in den Schubladen der KVGen liegen. Aber warum?

Einen ersten Hinweis liefert das Hand-out der Bafin. Demnach wurden bis Ende April von insgesamt 67 Neuanträgen für geschlossene Publikums-Investmentvermögen 61 genehmigt. Nur sechs befanden sich also in der Bearbeitung.

Seite 2: Behörde schneller als erwartet

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2 Kommentare

  1. Ich stimme Hrn. Braun z.T. zu. Der Knackpunkt liegt beim Vertrieb. Der Markt für Publikumsfonds liegt am Boden, und da überlegen nicht nur wir, ob sich ein Vertrieb lohnt oder das Asset lieber weitergedealt oder über andere Vehikel refinanziert wird.

    Kommentar von Gerd Johannsen — 20. Mai 2015 @ 11:59

  2. Ich glaube aus meiner Erfahrung eher, dass keine Vermittler mehr für diese Produkte gefunden werden.
    Wer die neue Finanzanlagenvermittler Ausbildung §34f absolviert hat, kennt die zahlreichen Risiken dieser Produkte.
    Weist man bei der Beratung einen Interessenten auf diese Risiken hin, hat sich der Verkauf praktisch erledigt.
    Dazu kommt der hohe zeitliche Aufwand, eine zusätzliche Vermögensschadenshaftpflichtversicherung und die Tatsache, dass Gerichtsurteile zu den Produkten immer den Finanzanlagenvermittler in der Haftung sehen.

    Kommentar von H. Braun — 19. Mai 2015 @ 07:05

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