Anzeige
11. Juni 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zwingt BVG-Urteil zu mehr Kooperation zwischen PKV und GKV?

Infolge der gescheiterten Verfassungsklage werden nun viele private Krankenversicherer (PKV) stärker die Nähe zu den gesetzlichen Kassen (GKV) suchen. Denn den Privaten bleibt auf lange Sicht nur wenig Hoffnung die Zahl ihrer Vollversicherungen steigern zu können ? das wird vor allem den Vertrieb von Zusatzversicherungen ankurbeln. Das sind Erkenntnisse, die das Beratungsunternehmen Steria Mummert, Hamburg, aufgrund eigener Marktuntersuchungen gewonnen hat.

Weiterer Grund für mehr Kooperationen: Neben der PKV steht auch die GKV mit dem Rücken zur Wand. Dort haben die gesetzlichen Eingriffe zu höheren Kosten und verschärftem Wettbewerb geführt, so Steria Mummert. So seien beide Seiten gezwungen, ihre Geschäftsmodelle zu überarbeiten.

Die gesetzlichen Kassen seien allein aufgrund ihrer Größe für die PKV interessant. Das gelte sowohl für den Vertrieb von Zusatzpolicen als auch für Synergien ? beispielsweise aus gemeinsam abgeschlossenen Pharmarabattverträgen. Künftig wollen nach Einschätzung des Beratungsunternehmens sieben von zehn privaten Anbietern primär mit Zusatzversicherungen Neukunden gewinnen.

Im Gegenzug profitieren die Gesetzlichen von den Erfahrungen der privaten Unternehmen, etwa bei der Kalkulation von Wahltarifen oder bei der Nutzung der PKV-Vertriebs-Kanäle.

So ziehen beide Parteien Vorteile. Nach Ansicht von Steria Mummert bringt aber erst eine engere Verflechtung im Vertriebs- und Kundenmanagement oder auch im Versorgungsmanagement die Vorteile einer Kooperation zur Entfaltung.

Laut Prognose des Beratungsunternehmens werden Zusatzpolicen künftig flexibler und individueller auf den Kunden zugeschnitten sein. Im Wettbewerb könnten private Krankenversicherungen außerdem punkten, indem sie stärker auf Service, Kundennähe und eine qualitätsgesicherte Versorgung setzen. (mo)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...