Anzeige
6. Mai 2013, 11:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Umfrage: Deutsche unterschätzen BU-Risiko

Der Großteil der Deutschen schätzt Risiken und Versicherungskosten einer Berufsunfähigkeit (BU) falsch ein: 56 Prozent der Bundesbürger glauben laut einer aktuellen Umfrage, dass höchstens jeder Zehnte im Laufe seines Arbeitslebens berufsunfähig wird – es sind aber deutlich mehr.

BU-Risiko wird von Deutschen unterschätztDie Zahl der BU-Fälle in Deutschland schwankt seit Jahren zwischen 20 und 25 Prozent. Doch nur 23 Prozent der rund 2.000 Befragten geben die richtige Antwort und sagen: “berufsunfähig werden etwa 25 Prozent” (siehe Grafik). Das ergab die “Job & Leben”-Umfrage der GfK Marktforschung im Auftrag der Heidelberger Lebensversicherung.

Mit Blick auf die Altersgruppen stechen laut Heidelberger Leben besonders die 30- bis 39-Jährigen heraus: Von ihnen unterschätzen rund 66 Prozent das BU-Risiko. Nur 19 Prozent liegen richtig.

Deutsche unterschätzen Kosten für BU-Absicherung

Die Unsicherheit der Bürger beim Thema Berufsunfähigkeit spiegelt sich nach Ansicht der Studienmacher auch in den Aussagen zu den Versicherungsbeiträgen wider. Auf die Frage, welchen Monatsbeitrag ein 30-Jähriger Nichtraucher in einem Bürojob für eine BU-Rente von 1.500 Euro in etwa zahlen müsste, legten sich knapp 45 Prozent der Befragten auf 30 oder 60 Euro fest. Tatsächlich liegen die durchschnittlichen Beiträge aber mit rund 90 Euro deutlich höher, so die Heidelberger Leben.

Junge und Familien liegen besonders häufig daneben

Besonders ausgeprägt sei das mangelnde Bewusstsein für die Ausgaben bei 20- bis 29-Jährigen sowie Familien mit Kindern, heißt es weiter. In beiden Gruppen stuft demnach nahezu die Hälfte (48 Prozent) den Monatsbeitrag für die BU-Rente als zu gering ein. Dabei sei für Haushalte mit drei oder mehr Personen eine Absicherung gegen einen Einkommensausfall besonders wichtig, betonen die Auftraggeber der Umfrage.

“Der Aufklärungs- und Beratungsbedarf beim Thema Berufsunfähigkeit ist groß. Makler und Versicherer sind besonders gefragt, um das Bewusstsein für die Risiken und die richtige Vorsorge zu schärfen”, kommentiert Michael Sattler, Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Leben. (lk)

Zum Vergrößern auf die Grafik klicken

BU-Risiko wird von Deutschen unterschätzt

Foto: Shutterstock

Anzeige

4 Kommentare

  1. Ich will die Gefahr der Berufsunfähigkeit nicht klein reden, aber berufsunfähig heisst auch nicht, dass man nie wieder arbeiten kann. Das wird auch leider in diesem Bericht nicht thematisiert.

    Kommentar von Mücahit Kayisi — 8. Mai 2013 @ 09:24

  2. Haptische Verkaufshilfen sind toll; Wie wäre es es denn mit der Frage: Wenn es gestern passiert wäre, wie würden Sie dann heute finanziell zurecht kommen ? Da gibt es aber desöfteren verstörte Blicke und erschrockene Gesichter..

    Kommentar von Nils Fischer — 7. Mai 2013 @ 18:33

  3. Ja, genau so ist es, aber mit Worten oder mit Statistiken lässt sich der Kunde nur selten soweit überzeugen, dass er auf Konsum verzichtet und ausreichend in Vorsoge investiert. Mit Haptischen Verkaufshilfen begreift der Kunde sienen Bedarf in 1 bis 3 Minuten mit höchsten Erfolgsquoten.

    Kommentar von Karl Werner Schmitz — 7. Mai 2013 @ 18:07

  4. […] Versicherungsbeiträge.Großteil der Deutschen unterschätzt Risiko einer BerufsunfähigkeitCHECK24Umfrage: Deutsche unterschätzen BU-Risikocash-online.deBerufsunfähigkeit – Bundesbürger schätzen Risiko und Kosten falsch […]

    Pingback von BU-Umfrage: Die Deutschen sind zu sorglos - DAS INVESTMENT.com « Gesundheit — 7. Mai 2013 @ 04:00

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

VZBV: “Restschuldversicherungen sind maßlos überteuert”

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) fordert, dass Restschuldversicherungen künftig nur noch separat und nicht gekoppelt an Kreditverträge vermittelt werden dürfen. Das sollte nach dem Willen der Verbraucherschützer im Umsetzungsgesetz der EU-Richtlinie Insurance Distribution Directive (IDD) verankert werden.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...