Anzeige
Anzeige
8. April 2014, 08:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegeversicherungen: Die Konzepte im Vergleich

Welches Konzept für eine optimale Pflegevorsorge am ehesten taugt, hängt maßgeblich von den individuellen Bedürfnissen und Prioritäten des Kunden ab. Doch was genau sind die Unterschiede zwischen Pflegekosten-, Pflegerenten- und Pflegetagegeldversicherung und welches Konzept ist für den Verbraucher am sinnvollsten?

Gastbeitrag von Markus Hierl, DFV Deutsche Familienversicherung AG

Pflegetagegeld

Markus Hierl ist Leiter Partnervertrieb der DFV Deutsche Familienversicherung AG.

Vor dem Hintergrund der wachsenden Finanzierungsprobleme der umlagefinanzierten Pflegeversicherung wird den Menschen immer stärker bewusst, dass sie auch privat etwas tun müssen, um sich vor einer möglichen “Pflegefalle” zu schützen. Grundsätzlich können sie dabei zwischen drei Konzepten wählen: der Pflegekosten-, der Pflegerenten- und der Pflegetagegeld-Versicherung.

Pflegekosten-Versicherung übernimmt nachgewiesene Aufwendungen

Hierbei werden dem Kunden die Kosten erstattet, die tatsächlich angefallen sind. Und zwar maximal bis zu der Höhe, die er vertraglich vereinbart hat. Da er diese durch entsprechende Belege nachweisen muss, fällt viel Papierkram an – gerade in einer Situation, in der man dies am wenigsten gebrauchen kann.

Weil der Leistungsanspruch an die tatsächlichen Pflegeaufwendungen gebunden ist, kann der Kunde nicht frei über das Geld verfügen. Auch erfolgt keine Leistung für “Laienpflege” oder sonstige Kosten. All dies führt dazu, dass dieses Konzept nur mit geringem Anteil an den insgesamt abgeschlossenen Pflegeversicherungsverträgen nachgefragt wird.

Pflegerenten-Versicherung setzt auf Gewinnbeteiligung

Bei diesem Konzept legt der Kunde eigentlich nicht die Leistung fest, die er im Pflegefall garantiert haben will, sondern den Betrag, den er einzahlen möchte. Auf dieser Basis zahlt ihm der Versicherer im Pflegefall eine lebenslange, frei verfügbare Rente.

Der Beitrag bleibt stabil und entfällt im Pflegefall, aber erst ab Pflegestufe I. Außerdem kann sich der Versicherte bei Zahlungsschwierigkeiten beitragsfrei stellen lassen, wodurch sich seine Rentenansprüche aber deutlich verringern.

Nachteilig ist, dass die prognostizierte Rente nur für den garantierten Teil feststeht. Der darüber hinausgehende Teil ist ungewiss und hängt nicht zuletzt von der Entwicklung an den Kapitalmärkten ab. Je niedriger dort das Renditeniveau, desto geringer fallen die möglichen “Überschussbeteiligungen” aus.

Würde man die garantierte Leistung bedarfsgerecht setzen, wäre der notwendige Beitrag dafür indessen sehr hoch. All dies dürften Gründe dafür sein, dass auch dieses Konzept nur über einen geringen Marktanteil verfügt.

Seite zwei: Pflegetagegeld bietet differenzierte Absicherungsmöglichkeiten

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Viele Bundesbürger befürchten Geldprobleme im Alter

Mehr als ein Drittel der Bundesbürger zwischen 40 und 55 Jahren geht von einer schlechten eigenen Finanzlage im Alter von 75 Jahren aus, wie aus einer Studie des Sinus-Institutes im Auftrag des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hervorgeht.

mehr ...

Immobilien

Wohnungsbau in Berlin zieht deutlich an

Der Wohnungsbau in Berlin kommt weiter in Schwung. Im vergangenen Jahr genehmigten die Behörden 25.063 neue Wohnungen, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Montag mitteilte. Das ist die höchste Zahl seit 1997.

mehr ...

Investmentfonds

Brasilien bietet ausgezeichnete Reformdynamik

In den vergangenen Jahren war das Image von Brasilien bei Anlegern deutlich angekratzt. Allerdings hat sich in dem bevölkerungsreichsten Land viel bewegt, so dass die Situation neu bewertet werden muss. Gastkommentar von Maarten-Jan Bakkum, NN Investment Partners

mehr ...

Berater

Indexpolicen: Einstieg in die “Kapitalmarkt-Denke”?

Seit geraumer Zeit wird in der Assekuranz die Frage diskutiert, ob Kunden über den Zwischenschritt Indexpolicen eher bereit sind, den Schritt in die Welt der rein fondsgebundenen Lösungen zu wagen. Doch viele Versicherer sind skeptisch, ob dies der richtige Weg ist.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Sachwertbranche lebt noch

Zwei Veranstaltungen in der vergangenen Woche belegen eine Belebung der Sachwertbranche, ließen aber auch Fragen offen. Antworten gibt es vielleicht auf einem weiteren Event an diesem Mittwoch. Der Löwer-Kommentar

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

Elternunterhalt: Betreuungsleistung nicht einkommensmindernd

Im Rahmen einer Überprüfung der Leistungsfähigkeit für den Elternunterhalt ist die vom Unterhaltsschuldner an sein minderjähriges Kind geleistete Betreuung nicht zu monetarisieren und kann somit nicht einkommensmindernd geltend gemacht werden, so der BGH.

mehr ...