Amgen-Aktie: Konzern hebt Jahresprognose nach starkem Quartal erneut an

Google Cash. bei Google als bevorzugte Quelle markieren
Amgen
Foto: adobe.stock.com/Tada Images
Amgen-Firmengebäude

Amgen hat die Umsatzprognose für 2026 erneut angehoben - getragen von Repatha und Evenity. Cash. zeigt, was die Quartalszahlen für Dividende, Schulden und die Amgen-Aktie bedeuten.

Amgen hat seine Umsatzprognose für 2026 erneut angehoben. Das geht aus den Quartalszahlen hervor, die der US-Biotechkonzern am Dienstag veröffentlichte und bei der US-Börsenaufsicht SEC hinterlegte. Der Konzern geht nun davon aus, im laufenden Jahr Erlöse in einer Spanne von 38,9 bis 39,7 Milliarden US-Dollar zu erzielen. Grund dafür ist ein starkes Sommerquartal: Der Umsatz kletterte um acht Prozent auf 10,365 Milliarden US-Dollar. Die Amgen-Aktie hatte erst wenige Tage zuvor ein Rekordhoch erreicht.

Amgen-Quartalszahlen: Gewinn wächst schneller als der Umsatz

Vorstandschef Robert A. Bradway sprach von einem weiteren starken Quartal und verwies darauf, dass sich die Wachstumsstrategie des Konzerns erneut auszahle. Die Zahlen stützen das: Das GAAP-Betriebsergebnis kletterte auf 3,71 Milliarden US-Dollar, während die operative Marge einen Zuwachs von 9,9 Prozentpunkten verzeichnete und damit 37,5 Prozent erreichte. Je Aktie blieben nach GAAP 7,08 US-Dollar übrig, ein Plus von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Bereinigt um Sonderposten erhöhte sich der Gewinn je Aktie um 14 Prozent und erreichte 6,45 US-Dollar. Für das Gesamtjahr erwartet Amgen nun einen Non-GAAP-Gewinn je Aktie zwischen 22,90 und 23,70 US-Dollar. Für die ersten neun Monate des Jahres 2026 kam der Konzernumsatz damit auf insgesamt 29,037 Milliarden US-Dollar.

KennzahlDrittes Quartal 2026Veränderung zum Vorjahr
Gesamtumsatz10,365 Milliarden US-Dollarplus acht Prozent
Operatives Ergebnis (GAAP)3,71 Milliarden US-DollarMarge plus 9,9 Prozentpunkte auf 37,5 Prozent
Ergebnis je Aktie (GAAP)7,08 US-Dollarplus 19 Prozent
Ergebnis je Aktie (Non-GAAP)6,45 US-Dollarplus 14 Prozent
Repatha-Umsatz1,085 Milliarden US-Dollarplus 37 Prozent
Evenity-Umsatz751 Millionen US-Dollarplus 39 Prozent
Dividende je Aktie2,52 US-Dollarplus sechs Prozent
Quelle: Amgen, SEC-Pflichtmitteilung zum dritten Quartal 2026

Repatha und Evenity treiben das Wachstum

Insgesamt 17 Produkte legten im dritten Quartal zweistellig zu. Zwei Präparate ragten dabei heraus. Der Cholesterinsenker Repatha legte beim Umsatz um 37 Prozent zu und kam auf 1,085 Milliarden US-Dollar, während das Osteoporose-Präparat Evenity im selben Zeitraum ein Plus von 39 Prozent auf 751 Millionen US-Dollar verbuchte.


Das könnte Sie auch interessieren:

Dividende der Amgen-Aktie steigt, Rückkäufe pausieren

Wer die Amgen-Aktie wegen der Ausschüttung hält, erhält mehr: Im dritten Quartal zahlte der Konzern 2,52 US-Dollar je Aktie, sechs Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt flossen dadurch rund 1,4 Milliarden US-Dollar an die Aktionäre. Aktienrückkäufe nahm Amgen im selben Zeitraum hingegen nicht vor. Die Nettoverschuldung lag zum Quartalsende bei rund 40,8 Milliarden US-Dollar, bei 13,2 Milliarden US-Dollar an Bargeld und 54,0 Milliarden US-Dollar an Schulden.

Amgen-Aktie erreicht Rekordhoch

Die Amgen-Aktie markierte am 30. Oktober 2026 mit 475,65 US-Dollar ein Allzeithoch. Zum Ende Oktober und Anfang November bewegte sich die Marktkapitalisierung in einer Spanne von etwa 250 bis 252 Milliarden US-Dollar. Damit zählt Amgen zu den größten unabhängigen Biotechnologiekonzernen der Welt. Seit 2020 gehört das Unternehmen zudem zu den 30 Werten im Dow Jones Industrial Average.

MariTide: Amgens Wette auf den Abnehmmarkt

Abseits des laufenden Geschäfts treibt Amgen die Entwicklung von MariTide voran, einem Wirkstoffkandidaten gegen Adipositas aus der GLP-1/GIPR-Klasse. Künftig sollen vier bis sechs Injektionen pro Jahr genügen. Bereits mehrere Studien der Phase 3 sind angelaufen, die sich unter anderem mit Gewichtsmanagement, kardiovaskulären Endpunkten sowie Herzinsuffizienz befassen. Damit rückt Amgen in den direkten Wettbewerb mit Novo Nordisk und Eli Lilly. Ergebnisse der laufenden Studien stehen allerdings noch aus.

Vom Börsengang 1983 zum Dow-Mitglied

Am 17. Juni 1983 ging Amgen an die Börse, als eines der ersten Biotech-Unternehmen überhaupt. Der Börsengang brachte dem Konzern damals rund 40 Millionen US-Dollar ein. Die Amgen-Aktie wurde seither fünfmal gesplittet, zuletzt im November 1999.

Weitere Artikel
Abonnieren
Benachrichtigen bei
0 Comments