Bitcoin über 80.000 Dollar: Spotnachfrage wird zum entscheidenden Faktor

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Bitcoin
Bild: KI-generiert mit ChatGPT / DALL·E
ETF-Zuflüsse stützen Bitcoin über 80.000 Dollar. Spotnachfrage und wichtige Kursmarken entscheiden über den weiteren Trend.

Bitcoin hat die Marke von 80.000 Dollar übersprungen, gestützt von hohen Zuflüssen in US-Spot-ETFs. Für einen nachhaltigen Aufwärtstrend reicht der jüngste Impuls jedoch noch nicht aus. Nun rückt die Nachfrage am Spotmarkt in den Fokus.

Der jüngste Bitcoin-Impuls kommt auch über professionelle Kanäle. Die US-Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten in der Vorwoche Nettozuflüsse von knapp 1,9 Milliarden US-Dollar. Zugleich erhält der Debasement-Trade durch die angekündigte Ausweitung der Rückkäufe länger laufender US-Staatsanleihen neuen Rückenwind. Finanzielle Repression begünstigt grundsätzlich knappe Vermögenswerte, insbesondere Bitcoin mit seinem fest begrenzten Angebot.


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Das Kapital professioneller Marktteilnehmer hat den Markt stabiler gemacht. Die annualisierte Einjahresvolatilität liegt auf historischen Tiefständen, während die Marktbreite in diesem Zyklus nie wirklich zurückgekehrt ist. Es gibt weniger wahllose Spekulation und mehr Selektion zugunsten liquider Premium-Assets. Wir bewegen uns damit aus unserer Sicht in Richtung eines Marktregimes mit stetigerem Wachstum: weniger Feuerwerk und weniger Achterbahn, dafür mehr stetige Entwicklung.

Ob daraus bereits ein nachhaltiger neuer Aufwärtstrend wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Dafür müssen mehrere wichtige Niveaus aus Cost-Basis-Modellen zunächst zurückerobert werden, darunter der Active Realized Price, der True Market Mean und die aggregierte Kostenbasis der ETFs. Entscheidend sind überzeugende Wochen- und Monatsabschlüsse, anhaltende ETF-Zuflüsse und idealerweise bullishe Divergenzen. Vor allem sollte die Nachfrage stärker aus dem Spotmarkt und weniger aus Derivaten und Short-Eindeckungen kommen. Ein Aufwärtstrend wäre damit belastbarer.

Mehrere relevante Indikatoren deuten zunehmend auf einen Wendepunkt in der Marktstruktur hin. Damit steht einem neuen Aufwärtstrend nicht mehr allzu viel im Weg. Vollständig bestätigt ist er aber noch nicht. Der psychologisch relevante Vierjahreszyklus läuft erst im Oktober vollständig aus, die Zwischenwahlen in den USA stehen bevor und die Nachhaltigkeit der jüngsten Rally muss sich noch beweisen. Sollte sie scheitern, wäre die 200-Wochen-Linie im Bereich von 64.000 US-Dollar die nächste zentrale Unterstützung.

Autor Dominic Weibel ist Head of Research bei Bitcoin Suisse.


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