Diva-Umfrage: Sparen bei der Altersvorsorge letzte Notlösung

Michael Heuser
Foto: Diva
Michael Heuser, wissenschaftlicher Leiter des Diva

Die meisten Deutschen (84,1 Prozent) rechnen damit, dass die hohe Inflation über mehrere Jahre anhalten wird, und drei Viertel meinen, dass sie sich deshalb erheblich einschränken müssen. Rund 80 Prozent sind sogar besorgt um ihre Rente, wie eine Umfrage des Deutschen Instituts für Vermögensbildung und Alterssicherung (Diva) zeigt.

Das Diva fragte auch nach konkreten Einsparplänen: Auf Platz Eins liegt mit 56,4 Prozent der Befragten der Energieverbrauch. Es folgen Einsparpläne bei Kleidung (52,8 Prozent), bei Kultur, Sport und Freizeit (48,5 Prozent), bei größeren Investitionen wie dem Autokauf (48,5 Prozent) und die Auflösung von Abos (44,6 Prozent). Urlaub soll bei 44,3 Prozent weniger kosten. Beim täglichen Konsum wollen 43,5 Prozent die Ausgaben drücken.

Einschränkungen bei der privaten Altersvorsorge sind mit 20,5 Prozent das Schlusslicht, wenn es um die Prioritäten bei den Einsparungen geht. Für knapp doppelt so viele (38,1 Prozent) kommt dies nur als allerletzte Option in Frage. „Zurecht“, kommentiert Prof. Dr. Michael Heuser, wissenschaftlicher Direktor des Diva, „denn wer anstatt zu sparen seine private Altersvorsorge plündert, schafft sich für das Alter ein noch viel größeres Problem.“ 

Die Umfrage wurde im Auftrag des Diva von Insa-Consulere durchgeführt. Befragt wurden rund 2.000 Personen in Deutschland. Der DVAG-nahe Bundesverband Deutscher Vermögensberater (BDV) hat das Diva im Jahr 2019 gegründet.

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