Die Deutsche Vermögensberatung hat ihren Wachstumskurs im Geschäftsjahr 2025 fortgesetzt. Die Umsatzerlöse stiegen auf über 2,6 Milliarden Euro und lagen damit mehr als fünf Prozent über dem Vorjahr. Der Bestand der betreuten Verträge erhöhte sich auf 262,7 Milliarden Euro. Mit rund acht Millionen Kundinnen und Kunden bleibt das Unternehmen nach eigenen Angaben die größte eigenständige Allfinanzberatung im deutschsprachigen Raum.
Vorstandsvorsitzender Andreas Pohl ordnet die Entwicklung vor dem Hintergrund eines schwierigeren Marktumfelds ein. „Die Welt ist unruhiger geworden, aber es gibt feste Anker. Unsere Aufgabe als größter eigenständiger Finanzvertrieb ist es, einer dieser Anker zu sein“, sagt er. Zugleich betont er die Rolle persönlicher Beratung bei Vorsorge, Absicherung und Vermögensaufbau. „Wir arbeiten mit den existenziellsten Themen des Lebens: Altersvorsorge, Sicherheit, Vermögensaufbau. Gerade hier sind Verlässlichkeit und Vertrauen unverzichtbar.“

Andreas Pohl (Foto: DVAG)
Seit 2014 steht Pohl an der Spitze des Familienunternehmens. Die DVAG setzt nach eigenen Angaben weiter auf ein Geschäftsmodell, das von langfristigen Kundenbeziehungen, klaren Werten und einer starken Vertriebsorganisation geprägt ist. Parallel investiert der Konzern in IT-Strukturen, digitale Werkzeuge und neue Qualifizierungswege.
Wachstum in Vorsorge, Absicherung und Finanzierung
In der Altersvorsorge behauptete die DVAG 2025 ihre starke Marktstellung. Mit mehr als 1,4 Millionen Riester-Verträgen bleibt das Unternehmen Marktführer in der Versicherungsbranche. Das Neugeschäft stieg auf 17,9 Milliarden Euro, der Bestand auf 188,2 Milliarden Euro Versicherungssumme.
Auch beim langfristigen Vermögensaufbau legte die Gesellschaft zu. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 375.000 neue Fondssparpläne hinzu. Damit wuchs der Gesamtbestand auf mehr als 1,7 Millionen Verträge mit einem zugrunde liegenden Fondsvermögen von über 50 Milliarden Euro.
In der privaten Krankenversicherung erhöhte sich das Neugeschäft um 13,3 Prozent auf 116,3 Millionen Euro. Auch in der Risikoabsicherung zog das Geschäft an: Der Bestand bei Sach-, Haftpflicht-, Unfall- und Rechtsschutzversicherungen wuchs um 5,4 Prozent auf rund 3,4 Milliarden Euro, das Neugeschäft um 9,6 Prozent auf 530,8 Millionen Euro. Besonders kräftig entwickelte sich die Baufinanzierung mit einem Plus von 26,5 Prozent auf 2,7 Milliarden Euro. Im Bausparen blieb das Neugeschäft mit einer Summe von über 2,6 Milliarden Euro stabil.
Digitalisierung und Weiterbildung im Fokus
Ein zentraler Teil der Strategie ist die Wachstumsagenda des Unternehmens. Sie bündelt Maßnahmen zur technologischen und organisatorischen Weiterentwicklung. Digitale Anwendungen, KI-gestützte Analysefunktionen und optimierte Prozesse sollen die Vermögensberaterinnen und Vermögensberater vor allem bei administrativen Aufgaben entlasten.
Pohl sieht darin eine Ergänzung, nicht einen Ersatz für den direkten Kontakt. „Unsere langfristige Strategie bewährt sich, weil wir Entwicklungen nicht abwarten, sondern aktiv gestalten“, sagt er. „Digitale Lösungen unterstützen unsere Vermögensberaterinnen und Vermögensberater dabei, Prozesse effizienter und transparenter zu gestalten – sie ersetzen jedoch nicht das persönliche Gespräch mit den Kundinnen und Kunden.“
Ein weiterer Schwerpunkt bleibt die Qualifizierung. Nach Unternehmensangaben fließen jedes Jahr mehr als 90 Millionen Euro in Lernformate, Trainings und Einstiegsprogramme. „Mit unserem Zukunftspaket investieren wir gezielt und vorausschauend in die technologische und organisatorische Weiterentwicklung unseres Unternehmens“, betont Pohl. „So schaffen wir die Grundlage dafür, dass unser Vertrieb auch künftig auf höchstem Niveau arbeiten kann.“












