DZ Bank erhöht Gewinnprognose nach Rekord-Halbjahr auf bis zu 4 Milliarden Euro

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Hauptsitz der DZ Bank in Frankfurt
Foto: Bildagentur PantherMedia / Markus & Victoria Hoffmann
Die DZ-Bank-Zentrale in Frankfurt: Von hier aus steuert Cornelius Riese die genossenschaftliche Finanzgruppe.

Die DZ Bank erhöht nach einem Rekord-Halbjahr ihre Gewinnprognose für 2026 auf bis zu vier Milliarden Euro vor Steuern. Vor allem die Versicherungstochter R+V und der Fondsanbieter Union Investment treiben das Ergebnis. Wie sich das Konzernergebnis im Detail entwickelt hat und welche Risiken der Vorstand einkalkuliert.

Die DZ Bank erhöht ihre Gewinnprognose für das laufende Geschäftsjahr. Nach einem Rekordergebnis im ersten Halbjahr rechnet das genossenschaftliche Spitzeninstitut nun mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen 3,5 und 4,0 Milliarden Euro. „Für 2026 erhöhen wir unsere Prognose und rechnen mit einem Ergebnis vor Steuern zwischen 3,5 und 4,0 Milliarden Euro“, sagt Vorstandsvorsitzender Cornelius Riese in Frankfurt.

Damit korrigiert die DZ Bank ihre eigene Zielmarke deutlich nach oben: Anfang März hatte Riese für die Gruppe noch einen Vorsteuergewinn von rund drei Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Im vergangenen Jahr hatte das Institut vor allem von seiner Versicherungssparte R+V profitiert und mit rund 4,3 Milliarden Euro vor Steuern so viel verdient wie nie zuvor.

Versicherungssparte R+V und Union Investment treiben das Ergebnis

Auch im ersten Halbjahr 2026 lieferte die R+V den entscheidenden Beitrag zum Konzernergebnis. Das Vorsteuerergebnis der DZ-Bank-Gruppe stieg von 2,13 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum auf nun 2,52 Milliarden Euro. Grund dafür waren gestiegene Beiträge sowie weiterhin niedrige Schäden in der Sach- und Rückversicherung. Zusätzlich profitierte die Gruppe von boomenden Aktienmärkten: Der Fondsanbieter Union Investment trug ebenfalls maßgeblich zur Ergebnissteigerung bei.


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Unter dem Strich stand für die DZ-Bank-Gruppe Ende Juni ein Gewinn von gut 1,75 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 17,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Bemerkenswert dabei: Die Bank baute ihre Risikovorsorge für mögliche Rückschläge gleichzeitig deutlich aus. Mit 312 Millionen Euro fiel diese fast ein Drittel höher aus als vor einem Jahr, als noch 241 Millionen Euro dafür vorgesehen waren.

Vorsichtiger Ausblick trotz höherer Gewinnprognose

Dass die DZ Bank ihre Gewinnprognose erhöht, bedeutet allerdings nicht, dass der Vorstand die Risiken für die Weltwirtschaft geringer einschätzt. Die geopolitische Lage bleibe fragil, heißt es vonseiten des Instituts. Hohe Energiepreise und unterbrochene Lieferketten dürften nach Einschätzung der DZ-Bank-Volkswirte noch eine Weile wesentliche Belastungsfaktoren für die Weltwirtschaft bleiben. Die höhere Risikovorsorge im ersten Halbjahr lässt sich vor diesem Hintergrund auch als Vorsichtsmaßnahme lesen, die künftige Rückschläge abfedern soll.

DZ Bank in Zahlen

KennzahlH1 2025H1 2026
Ergebnis vor Steuern2,13 Milliarden Euro2,52 Milliarden Euro
Konzerngewinn1,75 Milliarden Euro (+17,3 Prozent)
Risikovorsorge241 Millionen Euro312 Millionen Euro

Prognose Gesamtjahr 2026: Ergebnis vor Steuern zwischen 3,5 und 4,0 Milliarden Euro (bisherige Prognose: rund 3 Milliarden Euro)

Ergebnis Gesamtjahr 2025: rund 4,3 Milliarden Euro vor Steuern (Rekord)


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