Evonik-Aktie: Konzern hebt Gewinnausblick an

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Eine Hand hält ein Smartphone mit dem Evonik-Logo vor einem unscharfen Hintergrund mit Chemieanlagen.
Höhere Verkaufspreise verschafften europäischen Chemiekonzernen wie Evonik zuletzt spürbaren Rückenwind.

Der Chemiekonzern Evonik rechnet für 2026 mit einem noch höheren Gewinn als zuletzt angekündigt. Nach einem starken dritten Quartal dürfte die Evonik Aktie von der angehobenen Prognose profitieren - während die Übernahmefrage mit BASF offen bleibt.

Der Chemiekonzern Evonik blickt nach einem kräftigen Gewinnsprung im dritten Quartal optimistischer auf das Gesamtjahr 2026. Das teilte der MDax-Konzern nach Angaben von dpa-AFX am Dienstag mit. Das um Sondereffekte bereinigte Ebitda dürfte demnach eher am oberen Rand der im Sommer angehobenen Spanne liegen. Diese reicht von 2,0 bis 2,2 Milliarden Euro. Für die Evonik Aktie ist das ein positives Signal, zumal Analysten im Schnitt ohnehin mit dem oberen Ende rechnen.

Um 40 Prozent auf 629 Millionen Euro kletterte der operative Gewinn im dritten Quartal, verglichen mit dem Vorjahreszeitraum. Beim Umsatz stand ein Plus von 13 Prozent auf knapp 3,83 Milliarden Euro zu Buche. Höhere Verkaufspreise verschafften zuletzt vielen europäischen Chemieunternehmen Rückenwind, während asiatische Wettbewerber deutlich stärker unter den Folgen des Iran-Kriegs litten.

Unter dem Strich blieb dennoch ein Verlust: Das Nettoergebnis lag bei minus 53 Millionen Euro, nach einem Minus von 106 Millionen Euro im Vorjahresquartal. Grund dafür waren unter anderem Rückstellungen für das laufende Sparprogramm, etwa im Zusammenhang mit Abfindungen.

Evonik-Aktie: Die wichtigsten Zahlen des dritten Quartals

Die Evonik-Quartalszahlen für das abgelaufene Quartal fasst die folgende Übersicht zusammen:


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KennzahlDrittes Quartal 2026Veränderung zum Vorjahr
Operativer Gewinn629 Millionen Euro+40 Prozent
Umsatzknapp 3,83 Milliarden Euro+13 Prozent
Nettoergebnisminus 53 Millionen EuroVorjahr: minus 106 Millionen Euro
Quelle: Evonik, dpa-AFX

BASF-Übernahmeversuch beschäftigt die Anleger

Für Investoren steht aktuell weniger die Quartalsbilanz im Vordergrund als die Übernahmepläne des größeren Rivalen BASF. Der Ludwigshafener Konzern wirbt um eine Übernahme von Evonik, stößt bei den Essenern bislang aber auf Ablehnung. Evonik lässt sich dennoch die Tür für Gespräche offen.

Entsprechend aufmerksam verfolgen Marktteilnehmer derzeit sowohl die Evonik Aktie als auch die BASF Aktie. Der Ausgang des Übernahmeversuchs dürfte den Kurs beider Papiere in den kommenden Wochen beeinflussen.

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