„Qualität statt Rekordumsätze“

Auf die Entwicklung und den Vertrieb von geschlossenen Fonds ist die Flex-Fonds-Gruppe bereits seit 1989 spezialisiert. Der Vorstandsvorsitzende Gerald Feig spricht über seine Strategie, die Umstellung auf das KAGB und darüber, ob Ansparfonds noch Zukunft haben.

„Neben deutschen Wohnungen investieren wir – zur Diversifikation – in den hoch attraktiven US-Wohnimmobilienmarkt.“

Cash.: Die Flex-Fonds-Gruppe verfügt über eine langjährige Erfahrung und ist bereits seit 1989 auf die Entwicklung und den Vertrieb von geschlossenen Beteiligungsmodellen spezialisiert. Was sind Ihre Erfolgsfaktoren?

Feig: Flexibilität, kaufmännische Solidität und stets die Anlegerwünsche im Blick zu haben, das sind unsere wichtigsten Erfolgsfaktoren. Dass wir inhabergeführt sind, scheint für Mitarbeiter, Anlageberater und Anleger keineswegs ein Nachteil zu sein.

Unser Ziel war es nie, Rekordumsätze zu erzielen, sondern sowohl auf der Investitions- wie auf der Vertriebsseite immer unseren hohen Qualitätsansprüchen gerecht zu werden. Bei unseren regelmäßigen Anlegerbefragungen erreichen wir stets sehr hohe Zufriedenheitswerte.

Im nächsten Jahr sind wir 25 Jahre am Markt – und das ohne Skandale und Rechtsauseinandersetzungen.

Ihr Fokus liegt auf Portfoliofonds, die überwiegend in deutsche Immobilien in sogenannten Mittelzentren investieren. Daneben gehören auch Energierohstoffe wie Öl & Gas, Edelmetalle und Fotovoltaik- Anlagen zu Ihren Schwerpunkten. Welche Investitionsstrategie verfolgen Sie genau? Warum haben Sie sich für Mischfonds aus verschiedenen Asset- Klassen entschieden und nicht für reine Immobilienfonds?

Mit einem Anteil von knapp 80 Prozent bei unseren aktuell in der Platzierung befindlichen Fondsreihen Anspar Flex Fonds 3 und Private Flex Fonds 2 liegt der Schwerpunkt auf Immobilieninvestitionen. Beim Regio Flex Fonds 1 beträgt dieser Anteil sogar 100 Prozent.

Die Beimischung verschiedener, nicht miteinander korrelierender Assetklassen, wie Rohstoffe und erneuerbare Energien, haben sich als Renditestabilisator bewährt. Scope hat uns im letzten Jahr als Marktführer bei den Portfoliofonds eingestuft.

Sie haben per Ende 2011 insgesamt sieben Beteiligungsfonds aufgelegt und dabei in 140 Objekte rund 870 Millionen Euro investiert. Wie sieht Ihre Leistungsbilanz beziehungsweise Ihr bisheriger Track Record aus?

Mit unserer Leistungsbilanz können wir und unsere Anleger sehr zufrieden sein. Mit einer Ausnahme haben alle unsere Flex Fonds seit Auflegung die Ausschüttungsprognosen eingehalten oder sogar leicht übertroffen.

Lediglich beim Anspar Flex Fonds 1 ist seit der Auflegung im Jahr 2002 eine leichte Abweichung der prognostizierten Ausschüttungswerte zu verzeichnen. Bei den steuerlichen Ergebnissen liegen sogar alle Fonds, zum Vorteil der Anleger, deutlich über den Planwerten. Die aktuellen Zahlen unserer Leistungsbilanz für 2012 bestätigen die bisherigen Ergebnisse.

Durch die Umstellung auf das KAGB gibt es auch Unsicherheiten im Vertrieb beim Verkauf geschlossener Fonds. Wie hat sich der Vertrieb Ihrer bisherigen Produkte in diesem Jahr entwickelt?

Nach dem Inkrafttreten des neuen KAGB haben wir aktuell drei Fonds weiterhin in der Platzierung und können somit unseren Vertriebspartnern weiterhin Produkte an die Hand geben. Die Verunsicherung lag mehr bei Vertrieb, besonders durch die Einführung des neuen Paragrafen 34f GewO. Trotz des schwierigen Marktumfeldes werden wir knapp das Vorjahresergebnis erreichen.

Seite zwei: Fundament für eine neue regulierte Fondsgeneration

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