„Qualität statt Rekordumsätze“

Die Flex-Fonds-Gruppe hat bereits eine Kapitalverwaltungsgesellschaft (KVG) gegründet und damit das Fundament für eine neue regulierte Fondsgeneration gelegt. Wie gestaltet sich der Zulassungsprozess bei der BaFin? Wann wollen Sie einen ersten Alternative Investment Fund (AIF) und mit welchem Fokus auflegen?

Aktuell sind wir in der finalen Umsetzung, die personellen und organisatorischen Voraussetzungen für die KVG zu schaffen. Dabei begleiten uns zwei namhafte Consultingunternehmen. Voraussichtlich wird Ende 2013 der Zulassungsantrag bei der BaFin eingereicht.

Im Laufe des zweiten Quartals 2014 rechnen wir mit der Genehmigung der ersten neuen Produkte nach dem KAGB.

Bei Ihrem Anspar Flex Fonds sind bereits Einzahlungen ab 50 Euro monatlich möglich. Wie hat sich diese Produktlinie entwickelt? Haben Ansparfonds noch Zukunft? Sind sie für Privatanleger mit geringerem Einkommen sinnvoll?

Wir sind mit der Entwicklung unserer Ansparfonds sehr zufrieden. Wir verfügen über eine rund 15-jährige Erfahrung in dieser Produktklasse und starten im kommenden Jahr die vierte Generation. Grundsätzlich sind Ansparprodukte bei geschlossenen Fonds stets kritisch zu betrachten. Die Kostenbelastung ist meist genauso hoch wie bei Fonds mit Einmalzahlungen.

Konzeptionsbedingt werden die Einlagen (Raten) in den ersten ein bis drei Jahren zur Kostendeckung verwendet. Das ist aus Sicht der Anleger untragbar. Deshalb sollten – wie beim Anspar Flex Fonds 3 – die Einlagen wenn möglich zu 100 Prozent investiert und die Kosten aus der laufenden Bewirtschaftung bestritten werden.

Nur mit diesem Ansatz halten wir auch Ansparfonds für Privatanleger als Beimischung für sinnvoll.

Die Immobilienpreise haben mittlerweile schwindelerregende Höhen erreicht. Sehen Sie eine Gefahr der Blasenbildung? Wie versuchen Sie, diesem Trend entgegenzusteuern?

Sicherlich haben wir derzeit auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt eine große Nachfrage. Das treibt die Preise. Ob es eine Blase ist, weiß man immer erst dann, wenn sie geplatzt ist. Neben deutschen Wohnungen investieren wir – zur Diversifikation – in den hoch attraktiven US-Wohnimmobilienmarkt.

Seite drei: Herausforderung Praxisanwendung des neuen KAGB

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