MLP erreicht Rekorderlöse trotz Sondereffekt im Immobiliengeschäft

Uwe Schroeder-Wildberg
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MLP-Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg

MLP hat 2025 den zwölften Erlösrekord in Folge erzielt, beim Ergebnis aber einen Sondereffekt aus dem Immobiliengeschäft verkraften müssen. Für 2026 stellt der Konzern wieder mehr EBIT in Aussicht.

MLP hat im Geschäftsjahr 2025 die Gesamterlöse auf 1,08 Milliarden Euro gesteigert und damit zum zwölften Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Gegenüber 2024 legten die Erlöse leicht von 1,07 Milliarden Euro zu. Der Anteil wiederkehrender Erlöse lag bei 72 Prozent.

Auch bei wichtigen Bestandskennzahlen wuchs die Gruppe weiter. Das betreute Vermögen stieg zum auf 65,9 Milliarden Euro nach 63,1 Milliarden Euro im Vorjahr. Das verwaltete Prämienvolumen in der Sachversicherung erhöhte sich von 751 Millionen auf 809 Millionen Euro.

Beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern erreichte MLP 87,9 Millionen Euro und lag damit im Rahmen der eigenen Prognose. Gegenüber 2024 mit 95,0 Millionen Euro ging das EBIT zurück, übertraf aber den Wert von 2023 mit 70,7 Millionen Euro deutlich. Belastet wurde das Ergebnis durch einen bereits bekannten Einmaleffekt von minus 9,2 Millionen Euro aus der Fokussierung des Immobiliengeschäfts. Ohne diesen Effekt hätte das EBIT 97,1 Millionen Euro betragen.


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Wachstumstreiber war vor allem der Bereich Absicherung. Hier stiegen die Erlöse um acht Prozent auf 223,2 Millionen Euro. In der Vorsorge legte MLP leicht auf 303,3 Millionen Euro zu. Der Bereich Vermögen blieb mit 510,3 Millionen Euro nahezu stabil, obwohl das Zinsgeschäft nach den Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank zurückging. Deutlich niedriger fielen bei der MLP-Tochter Feri die erfolgsabhängigen Vergütungen aus, die von 33,9 Millionen auf 10,7 Millionen Euro sanken.

Vorstandschef Uwe Schroeder-Wildberg ordnet die Entwicklung so ein: „Die erfolgreiche operative Geschäftsentwicklung des zurückliegenden Jahres unterstreicht einmal mehr die strategische und operative Stärke der MLP Gruppe. Wir verfügen über eine strategisch verzahnte Aufstellung, die sowohl Stabilität sichert als auch nachhaltiges Wachstum ermöglicht. Massiv unterstützt wird dies durch unsere Innovationskraft beim Einsatz Künstlicher Intelligenz.“

Für 2026 erwartet MLP ein EBIT von 100 bis 110 Millionen Euro. Als Grundlage nennt der Konzern die operative Entwicklung, den stärkeren Einsatz Künstlicher Intelligenz und ein konsequentes Kostenmanagement.

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