Nestlé Aktie: Wachstum beschleunigt sich im dritten Quartal

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Eine Hand legt eine Nespresso-Kapsel im warmen Morgenlicht in eine Kaffeemaschine.
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Auch das Kaffeegeschäft gehörte zu den Bereichen, die im dritten Quartal zum beschleunigten Wachstum beitrugen.

Die Nestlé Aktie legte am Donnerstag zu, nachdem der Nahrungsmittelkonzern im dritten Quartal deutlich stärker wuchs als von Analysten erwartet. Was Finanzchefin Anna Manz zur Jahresprognose sagt und welche Sparten den Schub brachten.

Die Nestlé Aktie hat am Donnerstag auf überraschend starke Quartalszahlen reagiert. Der Nahrungsmittelkonzern verzeichnete im dritten Quartal 2026 ein organisches Plus von 4,0 Prozent, im Vorquartal waren es noch 3,7 Prozent gewesen. Wie Nestlé mitteilte, lag der Umsatz nach den ersten neun Monaten bei 65,87 Milliarden Schweizer Franken und damit nahezu auf Vorjahresniveau. Organisch legte der Konzern in diesem Zeitraum um 3,7 Prozent zu.

Analysten hatten im Schnitt nur mit einem organischen Wachstum von 3,5 Prozent gerechnet, bei den Absatzmengen sogar nur mit 1,7 Prozent. Nestlé übertraf diese Schätzungen damit deutlich, und die Nestlé Aktie verteuerte sich zur Mittagszeit um nahezu 1,5 Prozent. Die Analysten von Bernstein werten die Zahlen als „weiteren wichtigen Schritt bei der operativen Trendwende“.

Nestlé Aktie: Warum die Papiere zulegen

Der Kursgewinn hat einen konkreten Auslöser: Die Absatzmengen zogen im dritten Quartal deutlich an. In den vergangenen Jahren trug dagegen vor allem die Preisseite das Wachstum. Das sogenannte interne Realwachstum, kurz RIG, erreichte 2,8 Prozent - nach 1,8 Prozent im zweiten und 1,2 Prozent im ersten Quartal. Für Anleger, die die Nestlé Aktie im Blick haben, zählt diese Kennziffer zu den zentralen Maßstäben dafür, wie gut sich das operative Geschäft des Konzerns erholt.

Volumenwachstum zieht sich durch alle Regionen

Im dritten Quartal steuerten Preiserhöhungen nur noch 1,1 Prozentpunkte zum organischen Wachstum bei, der übrige Zuwachs stammte folglich aus höheren Mengen. Dabei verteilte sich das Wachstum breit: In sämtlichen Weltregionen und globalen Geschäftsbereichen legten die Absatzmengen zu.


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Quartal 2026Organisches WachstumVolumenwachstum (RIG)Preisbeitrag
Erstes Quartal-1,2 Prozent-
Zweites Quartal3,7 Prozent1,8 Prozent-
Drittes Quartal4,0 Prozent2,8 Prozent1,1 Prozentpunkte
Quelle: Nestlé

Diese Sparten trieben das Wachstum

Besonders deutlich erholte sich das Tierfuttergeschäft. Zudem entwickelten sich Nahrungsmittel und Snacks wie die Marken Maggi und Kitkat gut, außerdem profitierte das Wassergeschäft vom heißen Sommer. Bei Lebensmitteln und Snacks halfen zusätzlich vorgezogene Weihnachtsbestellungen, wie Finanzchefin Anna Manz erläuterte. Auf Konzernebene glichen sich diese positiven Effekte allerdings in etwa mit gegenläufigen Bestellverschiebungen im Ernährungsgeschäft aus.

Jahresprognose bleibt vorerst bei drei bis vier Prozent

Am Ziel für das Gesamtjahr hält der Konzern fest: Nestlé erwartet weiterhin ein organisches Wachstum von drei bis vier Prozent. Eine Anhebung der Prognose schloss Manz zwar nicht aus, äußerte sich dazu jedoch zurückhaltend. Die starke Wachstumsrate bei Lebensmitteln und Snacks lasse sich nicht ohne Weiteres fortschreiben, erklärte sie den Analysten. Ob Nestlé nach dem kräftigen dritten Quartal am oberen Ende der Jahresprognose landen könnte, ließ Manz auf Nachfrage offen. Ob sich das auch in einer besseren Prognose für die Nestlé Aktie niederschlägt, bleibt entsprechend unklar. Das dritte Quartal habe laut Manz aber eine sehr gute Dynamik gezeigt, die eingeleiteten Maßnahmen zeigten demnach bereits Wirkung.

Navratils Kurs: Volumen vor Preis

Philipp Navratil, der den Konzern seit gut einem Jahr führt, hat nachhaltiges Mengenwachstum zur obersten Priorität erklärt. Zuvor war Nestlé mehrere Jahre lang vor allem über Preiserhöhungen gewachsen. Dazu plant er, die Investitionen in bewährte Marken, Werbemaßnahmen und Innovationen auszubauen. Parallel dazu soll der Konzern Strukturen verschlanken und sich auf Geschäftsfelder mit hohem Wachstum und hoher Profitabilität fokussieren.

Rückzug aus dem Russlandgeschäft

Nestlé nimmt sein Russlandgeschäft zudem per Ende September 2026 aus der Konzernrechnung heraus. Hintergrund ist, dass die russischen Behörden die dortigen Gesellschaften vorübergehend unter eine externe Verwaltung gestellt haben. Laut Konzernangaben sollen sich die Auswirkungen auf das bereinigte Geschäftsergebnis 2026 in einem begrenzten Rahmen halten.

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