P2 Value: BCA fährt schwere Geschütze gegen Morgan Stanley auf

kanone

Der Bad Homburger Maklerpool BCA setzt den Immobilienfonds-Anbieter Morgan Stanley Real Estate unter Druck. Gemeinsam mit der Tochter Carat wurden die Anlegerschutzanwälte der Kanzleien Tilp sowie Nieding + Barth eingeschaltet. Nach deren Einschätzung habe ein Vorgehen gegen Morgan Stanley gute Aussicht auf Erfolg, teilt BCA mit. Ziel ist ein außergerichtlicher Vergleich.

Als Hintergrund wird „die aktuell bekannt gewordene Misswirtschaft“ beim offenen Immobilienfonds P2 Value aus dem Hause Morgan Stanley angeführt. Gemeint sind die seit Ende Oktober 2008 ausgesetzte Anteilsrücknahme und die jüngsten Portfolio-Abwertungen.

BCA rechnet seinen angeschlossenen Maklern beziehungsweise deren Kunden gute Chancen bei einem Rechtsstreit aus. Diese ergäben sich vor allem aus falschen Informationen hinsichtlich der von Morgan Stanley herausgegebenen Risikoeinschätzung des Produktes, heißt es in der Mitteilung.

Mit den zur Anwaltskooperation PIA (Protect Invest Alliance) zusammengeschlossenen Anlegerschutzkanzleien holen sich BCA und Carat prominente Unterstützung. Beide gehören seit mehr als 16 Jahren zu den Marktführern im Kapitalmarktrecht und im Bereich der Vertretung geschädigter Anleger.

Der Maklerpool selbst sieht sich im Konflikt als Informations- und Koordinationsstelle und will die „Unterstützungsmaßnahme für Partner und deren Kunden“ als Teil des eigenen Serviceangebots verstanden wissen. BCA und Carat schreiben heute ihre Vermittler mit Kundenbeständen in dem betreffenden Produkt an, damit diese sich der Aktion anschließen. „Durch die Bündelung der Interessen bleiben die Kosten in einem überschaubaren Rahmen“, lassen die Unternehmen wissen. (hb)

Foto: Shutterstock

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