Portugals Immobilienmarkt: Preise steigen um 17,7 Prozent – wo sich Investitionen lohnen

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Bucht an der Algarve in Portugal (Symbolbild).

Portugals Immobilienmarkt wächst 2025 kräftig: Die Preise legten im dritten Quartal um 17,7 Prozent zu. Doch hinter dem nationalen Durchschnitt verbergen sich erhebliche regionale Unterschiede – von Spitzenpreisen an der Algarve bis zu moderaten Werten im Norden.

Der portugiesische Immobilienmarkt hat 2025 an Fahrt gewonnen. Das Wirtschaftswachstum von 1,9 Prozent, eine stabile Binnennachfrage und ein robuster Arbeitsmarkt schufen die Grundlage für eine deutliche Belebung. Das zeigt der neue Marktbericht Portugal 2025/2026 von Engel & Völkers, der Preisentwicklungen und regionale Trends auswertet.

Im dritten Quartal 2025 stiegen die Immobilienpreise landesweit um 17,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr – einer der höchsten Werte der vergangenen Jahre. Treiber dieser Entwicklung ist ein strukturelles Ungleichgewicht: Das Angebot wächst langsamer als die Nachfrage, die sowohl von einheimischen als auch von internationalen Käufern getragen wird.


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Juan-Galo Macià, Präsident von Engel & Völkers Iberien & Südamerika, kommentiert: „Der portugiesische Immobilienmarkt beweist auch in einem anspruchsvollen globalen Umfeld eine bemerkenswerte Anpassungsfähigkeit. Im Luxus- und Premiumsegment verzeichnen wir eine konstant hohe Nachfrage. Das unterstreicht Portugals Position als sicheren, stabilen und erstklassigen Investitionsstandort in Europa.“

Algarve führt bei Spitzenpreisen

Die teuersten Lagen Portugals befinden sich weiterhin an der Algarve. Quinta do Lago erzielte mit durchschnittlich rund 13.300 Euro pro Quadratmeter den höchsten Wert aller analysierten Regionen. Das exklusive Resort zieht vor allem vermögende internationale Käufer an, die Privatsphäre, Naturlage und gehobenes Ambiente suchen. Vale do Lobo folgt mit rund 9.300 Euro, Vilamoura mit rund 7.900 Euro und Lagos mit rund 4.500 Euro pro Quadratmeter. Die Regionalhauptstadt Faro liegt bei etwa 3.100 Euro, Tavira bei rund 3.000 Euro und Portimão bei rund 2.600 Euro pro Quadratmeter.

In der Metropolregion Lissabon zeigt sich eine stärkere Preisstabilisierung. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Lissabon liegt bei rund 3.200 Euro, in Sintra ebenfalls bei rund 3.200 Euro sowie in Oeiras und Setúbal bei jeweils rund 3.100 Euro. Die Küstenorte Cascais und Estoril stechen mit einem Durchschnittswert von 5.600 Euro pro Quadratmeter heraus. Dort sind es vorwiegend kaufkräftige internationale Erwerber, die in Villen mit Meerblick investieren.

Comporta in der Region Alentejo verzeichnet mit rund 4.300 Euro pro Quadratmeter ebenfalls ein hohes Preisniveau und gehört zu den gesuchten Lagen des Landes. Die Westküste Portugals, bekannt für ihre Surfstrände, kommt auf durchschnittlich rund 3.100 Euro pro Quadratmeter.

Porto stabil, Norden günstiger

Im Norden des Landes blieben die Preise in Porto bei rund 4.300 Euro pro Quadratmeter weitgehend konstant. Das über Brücken mit Porto verbundene Vila Nova de Gaia weist einen Durchschnittswert von rund 2.600 Euro aus. In der Region Minho liegen die Preise am niedrigsten: In Braga und Guimarães werden rund 1.700 Euro pro Quadratmeter verzeichnet.

Diese regionalen Unterschiede machen den portugiesischen Markt für verschiedene Käufersegmente interessant – von internationalen Investoren im Luxussegment bis hin zu Käufern, die auf der Suche nach Erst- oder Zweitwohnsitzen in vergleichsweise erschwinglichen Lagen sind. Macià beschreibt den Wandel so: „Wir erleben einen zunehmend reiferen und diversifizierteren Markt mit informierteren und anspruchsvolleren Käufern. Neben der Lage spielen Faktoren wie Bauqualität, Nachhaltigkeit und das Wertsteigerungspotenzial eine entscheidende Rolle bei Investitionsentscheidungen.“

Ausblick 2026: Weitere Preissteigerungen erwartet

Für den weiteren Verlauf von 2026 rechnet Engel & Völkers mit einer Fortsetzung des Aufwärtstrends. Prognostiziertes Wirtschaftswachstum und eine mögliche Entspannung bei den Finanzierungsbedingungen dürften die Nachfrage weiter stützen. Macià: „Wir erwarten, dass dies positive Auswirkungen auf den Markt haben und die Investitionen zusätzlich beleben wird, und wir gehen davon aus, dass die Nachfrage konstant hoch bleibt – insbesondere in und um Metropolregionen wie Lissabon sowie in den begehrten Küstenregionen wie der Algarve.“


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