Porazik: „Persönlicher Kontakt bleibt von zentraler Bedeutung“

Cash.: Ab 2019 gilt eine neue DIN-Norm für die Finanzanalyse von Privathaushalten. Kritiker bemängeln, dass bereits die Finanzmarktregulatorik umfangreiche Vorgaben für Berater mache. Die zukünftige DIN-Norm würde dem nichts grundlegend Neues hinzufügen. Wie beurteilen Sie die neue Norm 77230?

Porazik: In der Vergangenheit gab es nicht selten Fälle, in denen Kunden mit vergleichbaren Anforderungen und Bedürfnissen unterschiedlichste Empfehlungen erhalten haben – abhängig von ihrem jeweiligen Vermittler, dessen Analyseprozess und der darauf auf bauenden Produktberatung.

Das führte auf Kundenseite immer wieder zu Unverständnis und Verärgerung. Deshalb hat sich zur Abwechslung mal nicht der Gesetzgeber, sondern die Akteure und Dienstleister der Finanzbranche selbst dafür stark gemacht, diese Vielfalt an Beratungsansätzen auf einen gemeinsamen Nenner zurückzuführen.

Die DIN-Norm soll Vermittlern einen Mindeststandard für den Analyseprozess vorgeben, der objektivierbar und beliebig reproduzierbar ist. Das Ergebnis soll eine vergleichbare Ausgangsbasis für die darauf auf bauende, individuelle Produktberatung sein.

Damit können Vermittler ihre Prozesse nicht nur effizienter, sondern auch haftungssicherer gestalten und gleichzeitig das Vertrauen ihrer Kunden stärken, die sich auf einen branchenweit gültigen Qualitätsstandard verlassen können.

Das vollständige Interview finden Sie in der aktuellen Cash.-Ausgabe 01/2019.

Interview: Kim Brodtmann

Foto: Daniel Ingold

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