Anzeige
Anzeige
2. Juni 2009, 00:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Schiffsfonds: Fehler in der Investorenberatung

Das Hamburger Analysehaus Fondsmedia hat in einem aktuellen Marktausblick die Krisenkommunikation der Emissionshäuser im Segment von Schiffsbeteiligungen kritisiert.

?Für die Beantwortung besorgter Nachfragen seitens der Anleger ist der Markt derzeit kaum aufgestellt?, erklärt Peter Kastell, geschäftsführender Gesellschafter und Gründer von Fondsmedia. Während die Initiatoren ihre Investoren in Sachen Chancen und positiver Marktaussichten stets auf dem Laufenden hielten, sei eine krisengerechte Anlegerbetreuung eher unbekannt.

“Anleger können Schiffswerte kaum einordnen”

Dabei stellt das Ausbleiben einer geplanten Auszahlung bei Schiffsfonds laut Kastell keinesfalls ein Drama dar. Selbst ein Aufliegen über mehrere Jahre müsse nicht das wirtschaftliche Ende bedeuten. “Wir befinden uns in der absurden Situation, dass Anleger den Wert ihres Schiffes kaum zutreffend einordnen können. Selbst eine nachträgliche Erhöhung des Eigenkapitals, mit dem die Investoren die Schwächephase aus eigener Tasche überbrücken, ergibt prinzipiell Sinn?, so der Fondsmedia-Experte.

“Anlagesegment schaufelt sein eigenes Grab”

Derzeit grabe sich das Anlagesegment Schiffsfonds selbst das Grab. “Wer soll an den Wert von Neuemissionen glauben, wenn der bestehende Berater- und Investorenkreis hinsichtlich einer profunden Krisenkommunikation im Regen steht?”, rätselt Kastell. Denn wenn schon das Ausbleiben einer Auszahlung als Katastrophe fehlinterpretiert werde, dürfte es im Einzelfall schier unmöglich sein, die Investoren zu einer sinnvollen Zwischenfinanzierung der Fondsschiffe zu bewegen.

“Schwerste Krise der vergangenen 20 Jahre”

Hintergrund: Schiffsfonds stellen ein zentrales Anlagesegment im Markt geschlossener Fonds dar. Die fahrende Flotte deutscher Anleger bündelt nach Fondsmedia-Angaben mit rund 1.100 Schiffen ein Gesamtinvestitionsvolumen von etwa 43,5 Milliarden Euro. Rund 63,5 Prozent davon entfallen auf Containerschiffe.

Seit dem vierten Quartal 2008 befindet sich die Containerschifffahrt in der schwersten Krise der letzten zwanzig Jahre. Derzeit liegen weltweit rund 500 Containerschiffe ohne Beschäftigung auf, darunter 305 Charterschiffe. Etwa zehn Prozent der Containerschiffskapazitäten sind unbeschäftigt. (hb)

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...