1. Juli 2010, 12:26
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IATA: Flugverkehrsnachfrage erreichte im Mai erstmals wieder Vor-Krisenniveau

Wie die International Air Transport Association (IATA) mitteilt, sei die Passagiernachfrage im internationalen Luftverkehr im Mai 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,7 Prozent, im Frachtverkehr sogar um 34,3 Prozent gestiegen. Die Branche erwartet für 2010 einen Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar.

Flugzeug-127x150 in IATA: Flugverkehrsnachfrage erreichte im Mai erstmals wieder Vor-KrisenniveauIm vergangenen Jahr hatten die Airlines weltweit einen Verlust von 9,9 Milliarden US-Dollar eingeflogen. Giovanni Bisignani, Director General und CEO der International Air Transport Association erklärte anlässlich der Vorstellung des Monatsberichts: „Nach dem europäischen Fiasko um die Vulkanasche hat die Nachfrage im Mai wieder stark angezogen. Die Passagierzahlen liegen nun 1 Prozent über dem Vorkrisenniveau, der Markt im Cargogeschäft ist sogar um 6 Prozent größer.“

Da der Kapazitätszuwachs (4,8 Prozent) im Mai hinter der Nachfrage zurückgeblieben sei, ist die Auslastung im internationalen Passagierverkehr binnen Jahresfrist auf 76 Prozent gestiegen (saisonbereinigt: 78,7 Prozent). Damit liege die saisonbereinigte Auslastung im sechsten Monat in Folge bei nahezu 79 Prozent.

Im Frachtgeschäft habe der Anstieg der Nachfrage den Zuwachs an Kapazitäten (12,3 Prozent) überflügelt. Dadurch sei die Auslastung auf einen Rekordwert von 55,7 Prozent (saisonbereinigt: 56,3 Prozent) gestiegen.

Wie der Branchenverband mitteilt, ergibt sich für die einzelnen Regionen hinsichtlich der Passagiernachfrage folgendes Bild: Die Fluggesellschaften in Europa verzeichneten im Mai 2010 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Wachstum von 8,3 Prozent. Damit bleibt Europa die Region mit dem schwächsten Wachstum weltweit.

Bei Airlines des asiatisch-pazifischen Raums habe die Nachfrage dank des kräftigen Wirtschaftswachstums – insbesondere in China – um 13,2 Prozent zugelegt.

Nordamerikanische Fluggesellschaften meldeten dem Verband ein Wachstum um 10,9 Prozent. Die Auslastung ist bedingt durch eine Anpassung der Kapazitäten auf 82,4 Prozent gestiegen. Das ist der höchste Wert aller Regionen.

Airlines in Lateinamerika haben mit 23,6 Prozent das höchste Wachstum bei der Nachfrage verzeichnet. Diesen Anstieg führt die IATA auf den wirtschaftlichen Aufschwung in dieser Region zurück.

Bei Fluggesellschaften im Nahen und Mittleren Osten teilte der Verbnand einen Nachfrageanstieg im Passagierverkehr um 17,5 Prozent mit. Die Airlines verzeichnen weiterhin ein starkes Wachstum auf Umsteigeverbindungen über ihre Drehkreuze. Dieses Wachstum, das Anfang des Jahres noch bei 20 Prozent lag, verlangsame sich allerdings wieder.

Afrikanische Airlines meldeten ein Wachstum von 16,9 Prozent. Fluggesellschaften aus dieser Region profititierten von einem Wachstum der regionalen Wirtschaft und können ihre Marktanteile halten. Die Auslastung ist mit 66,5 Prozent die niedrigste aller Regionen.

Aufgrund des Verkehrswachstums erwarten die Fluggesellschaften in 2010 weltweit einen Gewinn von 2,5 Milliarden US-Dollar, nachdem die Branche im vergangenen Jahr einen Verlust von 9,9 Milliarden US-Dollar eingeflogen hatte.  „Das ist eine gute Nachricht. Aber die Gewinnspanne beträgt nur 0,5 Prozent. Von einer nachhaltigen Rentabilität sind wir noch weit entfernt“, so IATA-Chef Giovanni Bisignani. (af)

Foto: Shutterstock

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