D.F.I. vergibt fünf Sterne für Leistungsbilanz der Hamburgische Seehandlung

Das Deutsche Finanzdienstleistungs-Informationszentrum (D.F.I.) beurteilt die Leistungsbilanz des Jahres 2010 der Hamburgische Seehandlung mit fünf von maximal sechs Sternen als „sehr gut.

DFI_neu_sehr_gutDie Hamburgische Seehandlung wurde 1995 gegründet und hat bislang ausschließlich Schiffsbeteiligungen aufgelegt. Insgesamt knapp 350 Millionen Euro Eigenkapital investierten die 22 Fonds (davon drei mit mehreren Objekten) in Container-, Massengut-, Kühl- und Kreuzfahrtschiffe sowie zwei Ro/Ro-Fähren. Sieben Fondsschiffe, darunter die beiden Fähren und das als „Traumschiff“ bekannt gewordene Hochseekreuzfahrtschiff MS „Arkona“, wurden bis zum Stichtag der Leistungsbilanz Ende 2010 mit im Schnitt sehr guten Ergebnissen wieder verkauft, ein weiteres 2011.

Während andere Initiatoren ihre Leistungsbilanz durch umfangreiche Marktberichte und detaillierte Informationen zu dem Unternehmen sowie zu den einzelnen Fonds nicht selten auf mehr als 200 Seiten darstellen, hat Geschäftsführer Dr. Thomas Ritter den Umfang radikal reduziert: Er speckte die Leistungsbilanz der Seehandlung auf nur vier Seiten ab.

Sie ist damit zwar angenehm übersichtlich, erfüllt die Vollständigkeits-Kriterien des D.F.I. aber nur teilweise. Die weiteren Informationen sind auf der Homepage des Initiators verfügbar. Dort stellt Ritter umfangreiche Unterlagen zu jedem Fonds öffentlich zur Verfügung, die weit über das übliche Maß hinausgehen. Ohne Anmeldung oder Registrierung sind dort zum Beispiel die jährlichen Geschäftsberichte der Fonds oder Protokolle der Gesellschafterversammlungen abrufbar. „Die so verfügbaren Daten beantworten alle Fragen des D.F.I.-Leistungsbilanz-Fragenkatalogs, jedoch ist ein detaillierter Vergleich der einzelnen Fonds untereinander sowie mit anderen Emissionshäusern nur mit viel Aufwand möglich“, so das D.F.I. in seiner Analyse.

Die Ergebnisse der noch laufenden Fonds beurteilt das D.F.I. insgesamt als „sehr gut“. Zwar haben die Verwerfungen in der Handelsschifffahrt seit 2008 auch in der Leistungsbilanz der Seehandlung ihre Spuren hinterlassen. Die erwirtschafteten Einnahmeüberschüsse summieren sich über alle Fonds aber auf etwas über 94 Prozent der Planwerte, wobei knapp zwei Drittel der Fonds mindestens im Plan liegen. Um auch die fünf Fonds, deren Prognosezeitraum bereits überschritten war, in den Vergleich einbeziehen zu können, wurde in diesen Fällen für die Zeit nach Ablauf der Prognose der Ist- auch als Soll-Wert angesetzt.

Insgesamt beurteilt das D.F.I. die Leistungsbilanz der Hamburgischen Seehandlung mit fünf Sternen als „sehr gut“.

Das zur Cash.-Medien AG gehörende Deutsche Finanzdienstleistungs-Informationszentrum (D.F.I.) ist Spezialist für die Analyse der Leistungsbilanzen von Initiatoren. Die Prüfung umfasst die Emissionserfahrung des Unternehmens, die Vollständigkeit der Angaben, die Investitionsphasen und Exits der Fonds sowie deren Zielerreichung.

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