Anzeige
Anzeige
2. Juli 2014, 13:49
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Baufinanzierungen: Tilgungssatz steigt weiter

Im Mai setzt der durchschnittliche Tilgungssatz für Baufinanzierungen seinen Aufwärtstrend der Vormonate fort. Die Darlehenshöhen und Eigenkapitalanteile der Deutschen wachsen, die Nachfrage nach Annuitätendarlehen mit festem Zinssatz sink leicht.

Baufinanzierung Shutterstock 201436091-Kopie in Baufinanzierungen: Tilgungssatz steigt weiter

Viele Deutsche nutzen die aktuell niedrigen Zinsen für den Bau eines Eigenheims.

In der aktuellen Auswertung des Dr. Klein-Trendindikators Baufinanzierung (DTB) zieht der durchschnittliche Tilgungssatz von 2,43 Prozent auf 2,46 Prozent an und erreicht damit einen neuen Rekordwert seit Beginn der Erhebung im Jahr 2009. Laut Dr. Klein lag der bisherige Höchstwert des Tilgungssatzes bei 2,44 Prozent (Juni 2013).

Grund für die erneute Steigerung des Tilgungssatzes seien die derzeit attraktiven Finanzierungsbedingungen: Durch weiter sinkende Baufinanzierungszinsen können sich Immobilienerwerber eine höhere Tilgung leisten, ohne tiefer in die Tasche greifen zu müssen.

Standardrate im Abwärtstrend

Wie in den Vormonaten geht auch die durchschnittliche Standardrate aufgrund der rückläufigen Baufinanzierungszinsen im Mai weiter zurück, so Dr. Klein. Die Monatsrate für ein Standarddarlehen von 150.000 Euro, das mit einer zehnjährigen Sollzinsbindung ausgestattet ist und eine Beleihung von 80 Prozent bei einer Tilgung von zwei Prozent aufweist, sinkt von 579 Euro deutlich auf 565 Euro. Damit liegt sie allerdings immer noch zehn Euro über dem Vorjahreswert von 555 Euro.

Laut Europace Hauspreis-Index (EPX) ziehen die Kaufpreise für Wohnungen und Häuser im Mai weiter an. Passend dazu zeigt der DTB, dass sich die durchschnittliche Darlehenshöhe im gleichen Zeitraum von 159.000 Euro auf 162.000 Euro erhöht hat.

Eigenkapitalanteil steigt

Dabei setzen Erwerber für ihre Darlehen erneut mehr Eigenkapital als im Vormonat ein, der Anteil steigt im Mai  von 22,07 Prozent auf 22,28 Prozent. Grund für diese Entwicklung sei ebenfalls die erneute Zinssenkung der Europäischen Zentralbank, durch die sich die Zahl attraktiver alternativer Anlagemöglichkeiten weiter reduztiert.

Entsprechend sinkt der durchschnittliche Beleihungsauslauf laut Dr. Klein von 77,93 Prozent auf 77,72 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag er noch bei 78,57 Prozent. Die durchschnittliche Sollzinsbindung blieb konstant bei elf Jahren und vier Monaten (Vorjahreszeitraum: zwölf Jahre).

Weniger Nachfrage nach Darlehen mit festem Zinssatz

Der Anteil von Annuitätendarlehen mit einem festen Zinssatz sank nach dem leichten Aufwärtstrend  in den letzten Monaten von 70,87 auf 70,45 Prozent. Im Vorjahresmonat lag er noch bei 71,46 Prozent. Parallel hat sich der Anteil von Darlehen mit variablem Zinssatz innerhalb der letzten zwölf Monate mehr als verdoppelt – wenn auch auf sehr niedrigem Niveau. Wurden im Mai 2013 nur 1,14 Prozent der Baufinanzierungen variabel abgeschlossen, waren es ein Jahr später immerhin 2,69 Prozent, nach 2,55 Prozent im April 2014.

Dies könnte dadurch begründet sein, dass mehr Kunden eine Zwischenfinanzierung beim Kauf oder Bau einer Immobilie benötigen, denn diese Zwischenfinanzierungen werden meistens variabel gestaltet. Eine andere Deutungsmöglichkeit wäre, dass immer mehr Kunden davon ausgehen, dass die Bauzinsen zumindest kurzfristig nicht stark steigen werden und entsprechend zunächst variabel finanzieren.

Gleichzeitig gehen offenbar aber auch viele Immobilieneigentümer davon aus, dass die Talsohle bei der Zinsentwicklung langsam erreicht ist. Dies zeigt sich Dr. Klein zufolge unter anderem im weiter wachsenden Anteil der Forwardfinanzierungen, der einen Sprung von 10,55 Prozent auf 11,37 Prozent macht.

KfW-Darlehen verlieren an Attraktivität

KfW-Darlehen hingegen verlieren im Mai erneut leicht an Bedeutung. Ihr Anteil sinkt von 12,52 auf 12,17 Prozent. Im Vorjahreszeitraum lag er noch bei 13,63 Prozent. Durch weiter gesunkene Marktzinsen für Baufinanzierungen seien KfW-Darlehen für Kaufinteressenten weniger attraktiv. (st)

Foto: Shutterstock.com

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 6/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Berufsunfähigkeitsversicherung –Investitionen am Zweitmarkt –Personalplanung – Zweitmarkt

+ Heft im Heft: Cash.Special Investmentfonds

Ab dem 26. Mai im Handel erhältlich.

Cash.Special 1/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Best Ager – Rentenversicherungen – Riester-Rente – betriebliche Krankenversicherung


Ab dem 18. Mai im Handel erhältlich.

Versicherungen

Thomas Bischof neu im Vorstand der Württembergischen

Thomas Bischof, derzeit Leiter Konzernentwicklung bei Munich Re, übernimmt mit Wirkung zum 1. Juli die Verantwortung bei den Versicherungstochtergesellschaften der Wüstenrot & Württembergischen. Zudem ist nach Angaben des Unternehmens beabsichtigt, dass er im Laufe des Jahres 2018 zu deren Vorstandschef berufen und als Geschäftsfeldleiter Versicherungen ins Management Board der W&W-Gruppe einziehen wird.

mehr ...

Immobilien

Offener Immobilienfonds Hausinvest erwirbt Seattle-Zentrale von Facebook

Die Commerz Real hat den Büroneubau Dexter Station in Seattle im US-Bundesstaat Washington für ihren offenen Immobilienfonds Hausinvest erworben. Das Objekt ist mit einem Vertrag über zehn Jahre an Facebook vermietet.

mehr ...

Investmentfonds

Neuer Head of Global Sales bei Schroders

Schroders ernennt Daniel Imhof zum neuen Head of Global Sales. Mit der neu geschaffenen Position will das Haus auf die immer komplexer werdenden Kundenbedürfnisse sowie auf die steigende Nachfrage nach Fachkenntnissen eingehen.

mehr ...

Berater

Emerging Markets: Der Staub legt sich

Die Aktienmärkte der Schwellenländer haben schwierige Zeiten hinter sich. Einst gefeiert, dann geschmäht – so lassen sich die letzten zehn Jahre zusammenfassen. Nach und nach werden die guten Perspektiven aber wieder klarer. Gastkommentar von Marc Hellingrath, Union Investment

mehr ...

Sachwertanlagen

Qatar und Saudi Arabien gehen bei Hapag-Lloyd an Bord

Die Reederei Hapag-Lloyd meldet den Vollzug der im Juli 2016 vereinbarten Fusion mit der arabischen Reederei UASC. Damit ändert sich auch die Aktionärsstruktur des Hamburger Traditionsunternehmens signifikant.

mehr ...

Recht

Nachteile durch komplizierte Bauverträge

Richtet sich ein Bauvertrag nicht allein nach dem BGB sondern enthält zusätzlich Klauseln des VOB/B, wird er für Laien schnell unverständlich. Das Baufinanzierungsportal Baufi24 rät Bauherren zur Vorsicht.

mehr ...