15. Mai 2014, 08:00
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Was kommt nach dem Immobilienboom?

Die Immobilienmärkte der Mittelstädte verfügen außerdem im Regelfall noch über ein verhältnismäßig reichhaltiges Angebot. Der Ansturm auf die “hidden champions” hat bereits begonnen.

Aber Vorsicht ist auch hier geboten. Einige Mittelstädte, wie Freiburg oder Regensburg, hatten in der Vergangenheit deutliche Steigerungen bei den Kaufpreisen zu verzeichnen. Die Mieten sind jedoch nicht im selben Umfang gestiegen, so dass sich dort aktuell eine deutliche Renditeveränderung zeigt.

Berlin ist einzige Ausnahme

Fernab der Metropolen sollte streng auf die Einhaltung einer Mindestrendite geachtet werden, wenn das Investment ein dauerhafter Erfolg werden soll. Renditen unter 4 Prozent sind für die meisten Mittelstädte langfristig nicht ausreichend.

Die einzige Ausnahme bei den Metropolen ist nach wie vor Berlin. Historisch bedingt waren die Kaufpreise, aber auch die Mieten dort, teilweise extrem niedrig. Mieten um die 3 Euro und Kaufpreise für gebrauchte Wohnungen unter 1.000 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche waren keine Seltenheit.

Aber die Bundeshauptstadt gleicht sich mit großen Schritten dem Niveau der übrigen deutschen Großstädte an. Hier stellt sich die Frage, ob Berlin den hohen Erwartungen in wirtschaftlicher und demografischer Hinsicht auch zukünftig gerecht wird. Wer also vom Immobilienboom in Berlin profitieren will, sollte vorsichtig sein. Vor allem die Mikrolage sollte in der Hauptstadt mit Bedacht gewählt werden.

Fakt ist….

So viel ist auch im Immobilienmarkt sicher: Nichts bleibt für die Ewigkeit! Irgendwann wird die Nachfrage nach Immobilien abnehmen und die Zinsen werden wieder steigen. Für diesen Fall sollten Immobilieninvestoren vorbereitet sein.

Vor allem bei der Finanzierung sind Weitsicht und Vorsicht angesagt. Aber auch bei der Standortauswahl sollte man bei dem aktuell hohen Preisniveau genau hinschauen. Dreht der Markt, sind die schlechteren Standorte mit Sicherheit die ersten, die von Preisrückgängen betroffen sind.

Mit einem massiven Preisverfall auf breiter Basis ist im deutschen Immobilienmarkt kurz- und mittelfristig sicherlich nicht zu rechen. Wer aber zu teuer am falschen Standort einkauft, kann durchaus  Geld verlieren.

Autor Michael Kiefer ist Chefanalyst bei Immobilienscout24. Er ist öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für Immobilienbewertung und Mitglied der Royal Institution of Chartered Surveyors (Frics). Seit Februar 2013 ist er zudem Mitglied im Rat der Weisen der Immobilienwirtschaft.

Foto: Immobilienscout24

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