Metropolen-Check: Ringen um Renditen

Auch für Mieter ist München ein teures Pflaster. In den letzten fünf Jahren kletterten die Mietpreise in der bayerischen Landeshauptstadt um rund 16 Prozent. Der Durchschnittspreis für einen Quadratmeter Wohnfläche liegt nach Angaben von Immobilienscout24 derzeit bei 13 Euro.

In München-Lehel werden im zweiten Quartal 2014 Mieten von rund 16,70 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche verlangt. In der Altstadt sind Mietwohnungen nicht viel günstiger, dort kosten sie zwischen 15,50 und 16,50 Euro pro Quadratmeter.

Relativ niedrige Mietrenditen

Auch in den Randlagen können Vermieter aufgrund des großen Nachfrageüberhangs inzwischen Mietpreise jenseits der Zehn-Euro-Marke verlangen. In Obersendling, Perlach, Feldmoching, Bogenhausen, Aubing und Pasing liegen die Mieten laut Immobilienscout24 zwischen 10,50 und 13,50 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche.

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Die Isarmetropole weist aufgrund der rasant gestiegenen Immobilienpreise relativ niedrige Mietrenditen aus. In guten Lagen können Kapitalanleger aktuell nur rund drei Prozent erzielen. Die Blasengefahr ist im dritten Quartal 2014 „mäßig hoch“, teilte das Marktforschungsinstitut Empirica mit.

Keine landesweite Immobilienblase

Mieten, Preise und Einkommen wachsen nicht mehr völlig im Einklang. Für Deutschland als Ganzes sei das kein Problem. „Eine platzende Preisblase ist volkswirtschaftlich nur dann ein Problem, wenn es hohe Fremdkapital-Quoten gibt und die Banken in Mitleidenschaft gezogen werden. Derzeit wird aber vor allem Eigenkapital investiert, die Leute verlieren also ‚nur‘ ihr Erspartes“, erklärt Dr. Reiner Braun, Vorstand des Forschungsinstituts Empirica AG, Berlin.

Mitropoulos vertritt die gleiche Meinung. „Eine Überhitzung in einzelnen Teilmärkten ist zwar nicht auszuschließen, worauf auch die Deutsche Bundesbank wiederholt hingewiesen hat“, erklärt Mitropoulos. Eine landesweite Immobilienblase auszurufen, sei aber aus heutiger Sicht nicht gerechtfertigt. (st)

Foto: Shutterstock

Lesen Sie den vollständigen Beitrag im aktuellen Cash.-Magazin 01/2015.

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