Anzeige
20. März 2014, 10:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Zwangsvollstreckung: Wenn Immobilienträume platzen

Innerhalb der Sachwerte sind es vor allem Immobilien, die auf reges Anlegerinteresse stoßen. Werden für den Erwerb Fremdmittel aufgenommen, kann es bei Schieflagen zu unangenehmen Folgen kommen. Was kann der Darlehensnehmer tun, um eine Zwangsvollstreckung zu vermeiden?

Zwangsvollstreckung

“Selbst in Fällen der Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung kann es sich lohnen, bis zuletzt für alternative Lösungsmöglichkeiten zu kämpfen.”

Entwickelt sich alles nach Plan, wird der Immobilienkredit irgendwann zurückgeführt sein. Nicht selten kommt es allerdings anders, so dass Immobilienträume platzen. Nachfolgend soll beleuchtet werden, welche Möglichkeiten in derartigen Fällen bestehen.

Soweit Schieflagen in einem relativ frühen Stadium erkannt werden, lässt sich oftmals das Schlimmste, insbesondere die Zwangsverwertung der Immobilie, verhindern. Aber selbst in Fällen der Zwangsverwaltung und Zwangsversteigerung kann es sich lohnen, bis zuletzt für alternative Lösungsmöglichkeiten zu kämpfen.

Neues Urteil des Europäischen Gerichtshofes bringt Hoffnung

Schließlich bringt für Verbraucher möglicherweise ein neues Urteil des Europäischen Gerichtshofes Hoffnung. Natürlich wollen und müssen sich Darlehensgeber gegen das Risiko der Zahlungsunfähigkeit des Darlehensnehmers schützen.

Da Immobilienfinanzierungen langfristiger Art sind, kann sich während der Laufzeit des Kreditengagements vieles ereignen, was die Bedienung von Zins und Tilgung gefährdet. Dies können Umstände in der Person des Kreditnehmers sein, vor allem aber auch Veränderungen der Wirtschaftslage, Finanzmarktkrisen, geändertes Nachfrageverhalten usw.

Verbundene Geschäfte sind besonders

Wiederholt lagen die Ursachen für Schieflagen darin, dass Immobilienkäufern Objekte überteuert oder mit unzutreffenden Renditeprognosen verkauft worden sind (sogenannte Schrottimmobilienfälle).

In diesen Fällen kommt es entscheidend darauf an, ob Kaufvertrag und Immobilienfinanzierungsvertrag ein verbundenes Geschäft darstellen. Das ist für nach dem 1. Januar 2002 abgeschlossene Darlehensverträge stets dann der Fall, wenn ein Kreditinstitut das Zustandekommen des Immobilienkaufs mit dem Verkäufer fordert und beispielsweise der Vermittler Kreditunterlagen der Bank besitzt oder die Bank auf sonstige Art und Weise in den Immobilienabsatz involviert ist.

Hier soll der Verbraucher vor Risiken geschützt werden, die ihm durch die Aufspaltung eines wirtschaftlich betrachtet einheitlichen Vertrages drohen. Insoweit ist noch die zeitliche Reihenfolge der Verträge unerheblich.

Der Vorteil für den Darlehensnehmer liegt darin, dass er die Einwendungen gegen den Immobilienkäufer auch dem Darlehensgeber entgegenhalten kann. Liegen allerdings – auch wirtschaftlich betrachtet – verschiedene Verträge vor und beschränkt sich die Bank auf ihre Rolle als Kreditgeber, kann der Immobilienkäufer Einwendungen aus dem Immobilien-Kaufvertrag nicht gegenüber der Bank geltend machen.

Seite zwei: Widerruflichkeit des Verbraucherdarlehensvertrages prüfen

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungstipps: Die erste eigene Wohnung

Wann ist ein Mensch wirklich erwachsen? Mit der Volljährigkeit, einem Job, eigenen Kindern? Die Mehrheit der Bundesbürger sieht das Mieten der ersten eigenen Wohnung als einen der wichtigsten Meilensteine für das Erwachsenwerden.

mehr ...

Immobilien

Streit um Namen an Klingelschildern – Verstoß gegen die DSGVO?

Verstößt das Klingelschild eines Mieters an der Haustür gegen die Datenschutzgrundverordnung? Über diese Frage ist ein heftiger Streit entbrannt. Der Immobilien-Eigentümerverband Haus & Grund empfiehlt aktuell seinen Mitgliedern, vorsorglich die Namensschilder zu entfernen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...