31. März 2015, 11:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Immobilienaktien: Die Zeit ist reif für Gewerbeobjekte

Analysten bewerten Gewerbeimmobilienaktien derzeit positiv. Die wirtschaftlichen Bedingungen sind gut, die Mietpreisbremse wird dem Marktsegment Auftrieb geben. Um deutsche Aktien auch für ausländische Anleger attraktiv zu machen, sind Fusionen nötig.

Gastbeitrag von Helmut Kurz, Bankhaus Ellwanger & Geiger

Helmut Kurz Ellwanger-Geiger 750 500 in Immobilienaktien: Die Zeit ist reif für Gewerbeobjekte

“Die Mietpreisbremse wird den Gewerbeimmobilienmärkten gegenüber dem zuletzt sehr beliebten Wohnungsmarkt weiteren Auftrieb geben.”

Das Sentiment für deutsche Gewerbeimmobilien-AGs hat sich spürbar verbessert: Das Immobilienaktien-Barometer von Dr. ZitelmannPB. stieg zuletzt von null auf 1,3 Punkte. Die Skala reicht von minus zwei bis plus zwei. Die befragten Immobilienaktien-Analysten bewerten die Aussichten für Gewerbe-Titel sehr positiv.

Gute Rahmenbedingungen

Und das nicht ohne Grund: Die Rahmenbedingungen für Gewerbeimmobilienaktien könnten nicht besser sein: Die Zinsen sind auf einem extrem niedrigen Niveau und der Ölpreis sowie der Euro sind zuletzt gesunken. Ebenfalls ein sehr positives Signal: Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland legten im März zum fünften Mal in Folge zu. Der Index stieg auf einen Stand von 54,8 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Februar 2014.

Um es besser einordnen zu können: Der langfristige Mittelwert liegt bei 24,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Insbesondere die nach wie vor positive Binnenkonjunktur bestätigt die Erwartungen der Finanzmarktexperten.

Anleger investieren mehr

Die gute wirtschaftliche Ausgangslage hat auch positiven Einfluss auf den Investmentmarkt für deutsche Gewerbeimmobilien. Den Analysen der Maklerhäuser CBRE, JLL, Savills, Colliers und BNP Paribas Real Estate ist zu entnehmen, dass die Investitionen 2014 gegenüber 2013 um rund 30 Prozent auf etwa 40 Milliarden Euro angestiegen sind.

Damit wurde das dritthöchste Jahresergebnis nach den Ausnahmejahren 2006 und 2007 erreicht. CBRE zufolge sind mit 20,3 Milliarden Euro die meisten Investitionen in Büroimmobilien geflossen. An zweiter Stelle lagen Handelsimmobilien mit 9,2 Milliarden Euro, gefolgt von Logistikimmobilien und Hotels mit 3,3 beziehungsweise drei Milliarden Euro.

Seite zwei: Mietdeckel bremst Wohnimmobilien

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Aon zu steigenden Sturmschäden: “Die wirklichen Extreme stehen uns noch bevor”

650 Millionen Euro betragen die Sturmschäden seit Monatsbeginn in Deutschland, so die Schätzung von Rückversicherer AON. 350 Millionen Euro sollen auf Verträge der Sachversicherung entfallen. 300 Millionen Euro sind voraussichtlich an Kaskoschäden in der Kfz-Versicherung auszubezahlen. Im Gespräch erläutert Jan-Oliver Thofern, CEO des Rückversicherungsmaklers bei Aon, dass sowohl das Volumen an Schäden als auch die Höhe der Zahlungen für versicherte Schäden die Branche vor eine neue Herausforderung stellen.

mehr ...

Immobilien

Digitalisierung der Baufinanzierung: Das Ende der Filialbanken?

Die Hausbank, wie wir sie kennen, ist am Straucheln. Ein regionaler Bankberater und der wöchentliche Gang zum Schalter sind Relikte der Vergangenheit. Gastbeitrag von Valentin Drießen, Hausfrage.

mehr ...

Investmentfonds

Draghi’s Kommentare beeinflussen europäischen High Yield-Markt

Draghi’s Aussagen auf dem EZB-Forum in Sintra, Portugal, stellen einen wichtigen Impuls für den europäischen High Yield-Markt dar. Wenn der EZB-Chef erklärt, dass „weitere Leitzinssenkungen und Maßnahmen zur Eindämmung von Nebenwirkungen Teil unserer Instrumente bleiben“, ist zu erwarten, dass diese der Kreditwirtschaft und insbesondere dem High Yield-Markt zugutekommen. Ein Kommentar von Mark Benbow, Manager des Kames Short-Dated High Yield Bond Fund.

mehr ...
20.06.2019

Powells Balanceakt

Berater

„Das beste Lob, das man als Versicherer bekommen kann“

Daniel Bahr war von 2011 bis Dezember 2013 Bundesgesundheitsminister, gilt als „Vater des Pflege-Bahr“, ist seit 2017 Vorstand der Allianz Krankenversicherung und ein Experte beim Thema Pflege. Cash. sprach mit ihm über das unterschätzte Risiko der Pflegebedürftigkeit, die Zurückhaltung des Vertriebs sowie die Kampagne der Allianz mit Markenbotschafter Dieter Hallervorden.

mehr ...

Sachwertanlagen

Die Top 5 der Woche: Sachwertanlagen

Was waren die interessantesten Sachwert-Themen und Meldungen der Woche? Welche Beiträge wurden von den Cash.Online-Lesern besonders häufig geklickt? Unser Wochen-Ranking zeigt das Wichtigste auf einen Blick.

mehr ...

Recht

Trennung nach Schenkung: Geld zurück, bitte!

Geldgeschenke der Eltern eines Partners müssen zurückgezahlt werden, wenn sich das Paar kurze Zeit nach der Schenkung trennt. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Urteil vom 18. Juni 2019 – X ZR 107/16).

mehr ...