Immobilienaktien: Die Zeit ist reif für Gewerbeobjekte

Analysten bewerten Gewerbeimmobilienaktien derzeit positiv. Die wirtschaftlichen Bedingungen sind gut, die Mietpreisbremse wird dem Marktsegment Auftrieb geben. Um deutsche Aktien auch für ausländische Anleger attraktiv zu machen, sind Fusionen nötig.

Gastbeitrag von Helmut Kurz, Bankhaus Ellwanger & Geiger

„Die Mietpreisbremse wird den Gewerbeimmobilienmärkten gegenüber dem zuletzt sehr beliebten Wohnungsmarkt weiteren Auftrieb geben.“

Das Sentiment für deutsche Gewerbeimmobilien-AGs hat sich spürbar verbessert: Das Immobilienaktien-Barometer von Dr. ZitelmannPB. stieg zuletzt von null auf 1,3 Punkte. Die Skala reicht von minus zwei bis plus zwei. Die befragten Immobilienaktien-Analysten bewerten die Aussichten für Gewerbe-Titel sehr positiv.

Gute Rahmenbedingungen

Und das nicht ohne Grund: Die Rahmenbedingungen für Gewerbeimmobilienaktien könnten nicht besser sein: Die Zinsen sind auf einem extrem niedrigen Niveau und der Ölpreis sowie der Euro sind zuletzt gesunken. Ebenfalls ein sehr positives Signal: Die ZEW Konjunkturerwartungen für Deutschland legten im März zum fünften Mal in Folge zu. Der Index stieg auf einen Stand von 54,8 Punkten. Dies ist der höchste Stand seit Februar 2014.

Um es besser einordnen zu können: Der langfristige Mittelwert liegt bei 24,7 Punkten. Die Konjunkturerwartungen für Deutschland bewegen sich weiter auf hohem Niveau. Insbesondere die nach wie vor positive Binnenkonjunktur bestätigt die Erwartungen der Finanzmarktexperten.

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Anleger investieren mehr

Die gute wirtschaftliche Ausgangslage hat auch positiven Einfluss auf den Investmentmarkt für deutsche Gewerbeimmobilien. Den Analysen der Maklerhäuser CBRE, JLL, Savills, Colliers und BNP Paribas Real Estate ist zu entnehmen, dass die Investitionen 2014 gegenüber 2013 um rund 30 Prozent auf etwa 40 Milliarden Euro angestiegen sind.

Damit wurde das dritthöchste Jahresergebnis nach den Ausnahmejahren 2006 und 2007 erreicht. CBRE zufolge sind mit 20,3 Milliarden Euro die meisten Investitionen in Büroimmobilien geflossen. An zweiter Stelle lagen Handelsimmobilien mit 9,2 Milliarden Euro, gefolgt von Logistikimmobilien und Hotels mit 3,3 beziehungsweise drei Milliarden Euro.

Seite zwei: Mietdeckel bremst Wohnimmobilien

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