Markt für Gewerbeimmobilien-Investments bleibt dynamisch

Im ersten Halbjahr 2016 wurden bundesweit knapp 18,4 Milliarden Euro in Gewerbeimmobilien investiert. Trotz weiter gestiegener Nachfrage ging der Umsatz aufgrund des nicht ausreichenden Angebots um rund ein Viertel zurück. Dies ergibt die Analyse von BNP Paribas Real Estate. 

Der Mangel an sicheren Anlagealternativen belebt auch weiterhin Investments in Gewerbeimmobilien.
Investments in Gewerbeimmobilien bleiben beliebt, der Markt ist weiterhin dynamisch.

„Trotz des deutlichen Rückgangs im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 zeigten sich die deutschen Investmentmärkte bislang sehr lebhaft. Das geringere Umsatzvolumen resultiert zu rund 80 Prozent aus dem Portfoliosegment, wo mit 4,75 Milliarden Euro nur halb so viel investiert wurde“, berichtet Piotr Bienkowski, CEO von BNP Paribas Real Estate Deutschland.

Leichter Rückgang bei Einzeldeals

Im letzten Jahr hätten alleine das Corio-Paket und der Kaufhof-Deal etwa 3,4 Milliarden Euro zum Halbjahresumsatz beigetragen. Bei den Einzeldeals sei dagegen mit 13,63 Milliarden Euro erneut ein gutes Ergebnis erzielt worden. Der vorjährige Rekordumsatz sei lediglich um acht Prozent verfehlt worden.

„Dieser Umsatz wäre bei einem größeren Angebot mit Sicherheit noch höher ausgefallen, da die Nachfrage der Investoren tendenziell noch weiter zugenommen hat. Wie stark der Wettbewerb um die am Markt befindlichen Objekte ist, zeigt sich vor allem an den auch im zweiten Quartal weiter gestiegenen Preisen“, erläutert Bienkowski.

Angebotsmangel im Core-Segment

Die 13,62 Milliarden Euro, die mit Einzelobjekten erzielt wurden seien, würden aus deutlich über 800 Transaktionen resultieren, in etwa so viel wie im Vorjahreszeitraum. Allerdings zeige sich das zu geringe Angebot vor allem im großvolumigen Core-Segment.

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Bislang seien lediglich zehn Verkäufe im dreistelligen Millionenbereich registriert wurden. Im ersten Halbjahr 2015 seien es doppelt so viele gewesen.

Büroimmobilien bleiben Marktführer

Am meisten sei auch im ersten Halbjahr wieder in Büroobjekte investiert wurden, die gut 41 Prozent (7,57 Milliarden Euro) zum Gesamtergebnis beitragen würden. Gerade in diesem Marktsegment reiche das vorhandene Angebot aber bei weitem nicht aus, um die weiter gewachsene Nachfrage der Käufer zu decken. (kl)

Foto: Shutterstock

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