29. November 2017, 12:19
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Deutsche Immobilien werden schneller teuer

Die Preise für Immobilien steigen immer schneller an – doch was bedeutet das genau für potenzielle Käufer?

Hauskauf in Deutsche Immobilien werden schneller teuer

Der Kauf einer Immobilie wird künftig wohl noch schneller teurer. Bildquelle: nednapa – 519502300 / Shutterstock.com

Wohnraum wird in städtischen Lagen mancherorts knapp. Diese Entwicklung bereitet der Politik nicht nur auf Bundesebene Kopfzerbrechen. Auch Kommunen suchen seit Jahren nach Lösungen. Bisher gibt es für Deutschland allerdings kaum flächendeckend tragfähige Konzepte. Mit der hohen Nachfrage sind in den letzten Jahren auch die Mieten gestiegen. Ein Aspekt, der besonders für die unteren Einkommensschichten zum Problem wird. Einige Einkommensklassen müssen mehr als ein Viertel des Haushaltseinkommens nur für den Wohnraum aufwenden, mitunter sogar noch mehr. Als Lösung sehen viele Haushalte die Schaffung von Wohnraum – sprich das Eigenheim – an.

Entsprechend groß ist der Bedarf an geeigneten Finanzierungen. Laut Bundesbank haben deutsche Banken im September 2017 mehr als 3,28 Milliarden Euro nur bei neu verhandelten Darlehen ausgegeben. Die richtige Finanzierung finden ist inzwischen für einige Familien nicht mehr das größte Problem. Grundstücke – also Bauland – oder Bestandsimmobilien werden immer teurer. Was sich ein Haushalt vor fünf Jahren vielleicht noch hat leisten können, ist inzwischen schlicht zu teuer. Gibt es überhaupt Möglichkeiten, diese Entwicklung zu durchbrechen? Oder setzt sich vielleicht sogar ein galoppierender Preisanstieg bei Immobilien in Gang?

 

Welche Faktoren wirken auf die Immobilienpreise?

Auf den Preis für Immobilien haben verschiedene Faktoren Einfluss. Generell lassen sich hier vier Kernaspekte unterscheiden. Wie die Erfahrungen vergangener Jahre zeigen, variiert die Bedeutung der Elemente.

  • Lage des Objekts: Hier entscheiden die Region (Makrolage) und die Lage innerhalb einer Region (Mikrolage). Städte – gerade mit gut entwickelter Jobinfrastruktur – ziehen neue Bewohner an, was die Immobilienpreise allgemein treibt. In den Städten gibt es noch einmal Unterschiede.
  • Ausstattung: Die Ausstattung – etwa in Bezug auf Solarthermie oder die Heizung und das Badezimmer – können durchaus Einfluss auf Immobilienpreise nehmen. Es gilt die Faustregel, dass eine hochwertige Ausstattung auch zu höheren Preisen führt.
  • Alter des Objekts: Immobilien aus dem Bestand sind nicht unbedingt schlechter als ein Neubau. Je älter ein Gebäude ist, desto höher der Aufwand, um hieraus ein modernes Zuhause werden zu lassen.
  • Nachfrage: Dieser Faktor lässt sich am wenigsten steuern. Bei besonders hoher Nachfrage besteht die Chance, dass auch weniger werthaltige Immobilien tendenziell höhere Preise erzielen.

Seite zwei: Immobilienpreise versus Bauzinsen

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