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18. Januar 2017, 09:14
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Forward-Darlehen können teuer werden

Die Baugeldzinsen befinden sich seit Monaten auf Tiefstand. Mit Forward-Darlehen können Immobilienbesitzer auch zukünftig von den niedrigen Zinsen profitieren, doch nicht alle Eigentümer zahlen tatsächlich weniger. Baufi24 warnt vor Mehrkosten.

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Immobilienbesitzer sollten vor dem Abschluss eines Forward-Darlehens prüfen, ob sie dadurch Kosten einsparen können, oder ob sich die Finanzierung verteuert.

Mit einem Forward-Darlehen bewahren sich Kreditnehmer den aktuell niedrigen Zinssatz und schaffen eine sichere Kalkulationsbasis für zukünftige Anschlussfinanzierungen. Doch ob Interessierte von dem Forward-Darlehen profitieren, hänge immer von der individuellen Situation ab.

Zinsentwicklung nicht vorhersehbar

Stephan Scharfenorth, Geschäftsführer des Baufinanzierungsportals Baufi24 rät zur Vorsicht: “Falsche Berechnungen und unvorhersehbare Zinsentwicklungen bergen Gefahren. So erzeugt das Forward-Darlehen möglicherweise unerwartete Kosten für Kreditnehmer.”

Vorsicht vor Mehrkosten

Niedrige Zinsen zu sichern und bei Anschlussfinanzierung weniger zu zahlen klingt verlockend. Doch zum einen sei das Vorhandensein einer Immobilie Voraussetzung für die Aufnahme eines Forward-Darlehens und zum anderen würden sich Banken das Einfrieren der Zinsen meistens bezahlen lassen.

Durch die Festschreibung des Zinssatzes würden Anbietern eventuell zusätzliche Einnahmen verloren gehen. Daher verlangen sie laut Baufi24 im Durchschnitt einen Zinsaufschlag in Höhe von 0,01 bis 0,03 Prozent für jeden Monat, den der Kreditnehmer den Vertrag im Voraus unterschreibt.

Wer profitiert?

Kreditnehmer, deren Darlehen in ein bis drei Jahren auslaufen, und die bereits jetzt auf der Suche nach günstiger Anschlussfinanzierung sind, würden von dem Forward-Darlehen profitieren. Sie würden die aktuell niedrigen Zinsen behalten, und hätten so Planungssicherheit.

Dass die Zinsen noch stärker sinken, gilt laut Baufi24 als unwahrscheinlich. “Eine moderate Zinssteigerung wird mittelfristig jedoch nicht zu umgehen sein”, ergänzt Scharfenorth.

Forward-Darlehen könnten Immobilienbesitzern Geld ersparen, aber auch Mehrkosten verursachen. Daher rät Baufi24 zu ausführlicher Beratung, Angebotsvergleichen und dazu, die individuelle finanzielle Lage in eine Beurteilung mit einzubeziehen. (kl)

Foto: Shutterstock

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1 Kommentar

  1. Was soll mit dem Artikel bezweckt werden. Es wird von Mehrkosten gesprochen, aber außer die Zinsaufschläge auch keine weiteren Mehrkosten genannt. Dies führt nur zur Verunsicherung. Entweder die Mehrkosten auch konkret benennen, oder sonst keine Nervosität verbreiten. Außerdem ist ja wohl bei fast allen Banken so, dass für Forward-Darlehen nur für die Monate 13 bis 36 ein Zinsaufschlag verlangt wird. Sollte also das Darlehen noch 2017 umgeschuldet werden, dürften bei den meisten Banken keine Zinsaufschläge anfallen. Andere Mehrkosten sind mir nicht bekannt.

    Kommentar von Völker — 18. Januar 2017 @ 19:45

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