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15. September 2017, 15:12
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Gewerbeimmobilien: Viele europäische Märkte noch unterbewertet

Mit dem Fair Value Index bewertet das Immobilienberatungsunternehmen Cushman & Wakefield europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikstandorte. Erstmals seit 2009 habe der Index ein marktgerechtes Niveau erreicht, so das Unternehmen.  Vor allem im Bereich Logistik seien viele Standorte noch unterbewertet.

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Moskau ist laut Cushman & Wakefield der am stärksten unterbewertete Markt unter 122 untersuchten Standorten.

Der von Cushman & Wakefield (C&W) vierteljährlich ermittelte Fair Value Index untersucht 122 europäische Büro-, Einzelhandels- und Logistikmärkte.

Zum ersten Mal seit 2009 – also seit Beginn der Erholung der Immobilienmärkte nach der globalen Finanzkrise – habe der Index ein marktgerecht bewertetes Niveau erreicht, so C&W.

Insgesamt bewertet die Analyse 65 Märkte als marktgerecht, 30 als unterbewertet und 27 als überbewertet. Insbesondere Logistikimmobilien böten Investitionsmöglichkeiten und machen laut C&W 17 der 30 unterbewerteten Märkte in Europa aus. Dazu zählten Barcelona, Madrid und Mailand.

Die Anzahl der unterbewerteten Märkte sei zwischen dem ersten und zweiten Quartal zurückgegangen. Aufgrund der rückläufigen Immobilienrendite habe sich der Abstand zwischen den marktgerechten und den prognostizierten Renditen im zweiten Quartal verringert.

Moskau Spitzenreiter bei unterbewerteten Märkten

Im zweiten Quartal war laut C&W Moskau der Spitzenreiter unter den europäischen unterbewerteten Märkten und lag auf Platz eins beziehungsweise zwei in Bezug auf Einzelhandels- beziehungsweise Büroflächen. Sofia (Büro), Dublin (Logistik) und Barcelona (Logistik) vervollständigten die ersten fünf Plätze.

Großbritannien mit einer von 28 Städten (Büromarkt in Bristol) und Frankreich mit zwei von zehn Städten (Logistikmarkt in Paris und Marseille) würden die geringste Anzahl unterbewerteter Märkte aufweisen.

Überbewertete Märkte in Europa sind laut C&W beispielsweise Istanbul (Büro), Genf (Büro), Mailand (Einzelhandel) und Rom (Einzelhandel). Hohe Renditen für Staatsanleihen in der Türkei drückten die markgerechte Rendite für Immobilien auf beinahe das Doppelte der prognostizierten Rendite.

Die Spitzenrenditen für Einzelhandelsimmobilien in Rom und Mailand seien mit jeweils 2,75 Prozent niedrig, was dazu führe, dass diese Märkte relativ gesehen weniger attraktiv erscheinen.

Von den 122 Märkten bewertete Cushman & Wakefield 53 Prozent der Logistikmärkte als unterbewertet, verglichen mit 14 Prozent der Büro- und 14 Prozent der Einzelhandelsmärkte.

Umgekehrt seien drei Prozent der Logistikmärkte überbewertet, verglichen mit 37,5 Prozent und 16,5 Prozent der Büro- beziehungsweise Einzelhandelsmärkte. Insgesamt zeige die Studie eine breite Streuung über ganz Europa, in der 15 Städte in elf verschiedenen Ländern unter den Top 20 der unterbewerteten Märkte liegen.

Gros der unterbewerteten Märkte in Zentral- und Osteuropa

Betrachte man den europäischen Markt auf regionaler Ebene, liege das Gros der unterbewerteten Märkte mit einem Anteil von über 50 Prozent in Zentral- und Osteuropa. In Deutschland, den Beneluxländern und den Randbereichen des Euroraums sei das Verhältnis von marktgerecht bewerteten und unterbewerteten Märkten dagegen ausgeglichen.

“Die neueste Studie zeige, dass der Spielraum für Immobilienbewertungen im Core-Marktsegment immer weiter eingeschränkt wird, da die Immobilienrenditen stetig fallen, was jedoch zu dem fortgeschrittenen Stand des Immobilienzyklus passt”, sagt Mark Unsworth, Head of EMEA Forecasting von Cushman & Wakefield.

Nichtsdestotrotz ließen sich immer noch Investitionsmöglichkeiten in Europa finden, insbesondere im Logistikbereich, der durch das kontinuierliche strukturelle Wachstum im E-Commerce angetrieben werde.

In geografischer Hinsicht würden die Märkte in Zentral- und Osteuropa, Spanien und Deutschland die attraktivsten Investitionsmöglichkeiten bieten, die von einer Kombination aus gesunden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sowie anhaltender Investorennachfrage befeuert werden. (bk)

Foto: Shutterstock

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