Hausbau: Mehrheit verzichtet auf professionelle Unterstützung

Der Traum vom Bau der eigenen Immobilie ist in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet.. Wie eine aktuelle Studie zeigt, verzichtet jedoch die Mehrheit der Bauherren in Deutschland auf professionelle Unterstützung bei der Realisierung des Bauprojektes.

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Den Ergebnissen der Studie nach zu urteilen, führt Sorglosigkeit beim Bau häufig zu Unzufriedenheit mit der Immobilie.

Weniger als die Hälfte aller deutschen Bauherren lassen ihre Baupläne vor Baubeginn von unabhängigen Experten prüfen, während sogar nur jeder Dritte die Verträge mit Bauträgern, Baufirmen oder Handwerkern von einem Sachverständigen gegenlesen lässt.

Das sind zwei Ergebnisse der „Bauherren-Studie 2017“, für die der Bauherren-Berater Almondia mehr als 1.000 Bundesbürger befragt hat, die gerade einen Bau planen oder in den vergangenen Jahren ein Eigenheim gebaut haben.

Hohes Konfliktpotenzial durch unklare Verträge

„Eine solche Einstellung ist hochriskant. Um Baupläne, Verträge und Ausführung richtig beurteilen zu können, müssten die Bauherren Rechtsexperte, Architekt und Bauingenieur in Personalunion sein. Sie fahren sozusagen blind“, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann von der Universität Erlangen-Nürnberg, die die Studie wissenschaftlich begleitete.

Besonders von unklar formulierten Verträgen gehe hohes Konfliktpotenzial aus, beispielsweise im Bezug darauf welche Leistungen im Vertrag inklusive sind oder auch Art und Qualität der verbauten Materialien.

Auch bei Bauplänen sei professionelle Beratung ratsam, sagt Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer von Almondia: „Baupläne sind abstrakt. Sie enthalten zwar Maßangaben. Laien können aber oft nur schwer einschätzen, ob der Platz, etwa für die Treppen, nicht doch zu eng bemessen ist. Meist fehlt das Gefühl für die tatsächlichen Größen.“

Großteil der Eigentümer unzufrieden

Darüber hinaus zeige die „Bauherren-Studie 2017“ auch, dass die Resultate von deutschen Bauprojekten ihre Besitzer nicht immer zufrieden stellen. So hätten zwei Drittel der befragten Eigentümer angegeben, dass sie heute anders bauen würden.

Knapp 20 Prozent hätten sich ein größeres Haus gewünscht, während 14 Prozent mittlerweile einen anderen Haustyp wählen würden und jeder Zehnte unzufrieden mit der Qualität der Ausführung seines Bauprojekts sei.

„Aus diesem Grund ist es essentiell, Experten während jeder Phase mit ins Boot zu holen: Bei der Planung, während der Ausführung und bei der Abnahme. Sonst kann der Bau unnötig teuer und alles andere als das erhoffte Traumhaus werden“, so Bauexperte Rättich. (bm)

Foto: Shutterstock

 

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