Anzeige
Anzeige
17. Oktober 2017, 15:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hausbau: Mehrheit verzichtet auf professionelle Unterstützung

Der Traum vom Bau der eigenen Immobilie ist in der deutschen Bevölkerung weit verbreitet.. Wie eine aktuelle Studie zeigt, verzichtet jedoch die Mehrheit der Bauherren in Deutschland auf professionelle Unterstützung bei der Realisierung des Bauprojektes.

Wohneigentum: Gefährliche Sorglosigkeit beim Bau

Den Ergebnissen der Studie nach zu urteilen, führt Sorglosigkeit beim Bau häufig zu Unzufriedenheit mit der Immobilie.

Weniger als die Hälfte aller deutschen Bauherren lassen ihre Baupläne vor Baubeginn von unabhängigen Experten prüfen, während sogar nur jeder Dritte die Verträge mit Bauträgern, Baufirmen oder Handwerkern von einem Sachverständigen gegenlesen lässt.

Das sind zwei Ergebnisse der “Bauherren-Studie 2017”, für die der Bauherren-Berater Almondia mehr als 1.000 Bundesbürger befragt hat, die gerade einen Bau planen oder in den vergangenen Jahren ein Eigenheim gebaut haben.

Hohes Konfliktpotenzial durch unklare Verträge

“Eine solche Einstellung ist hochriskant. Um Baupläne, Verträge und Ausführung richtig beurteilen zu können, müssten die Bauherren Rechtsexperte, Architekt und Bauingenieur in Personalunion sein. Sie fahren sozusagen blind”, kommentiert Prof. Dr.-Ing. Evi Hartmann von der Universität Erlangen-Nürnberg, die die Studie wissenschaftlich begleitete.

Besonders von unklar formulierten Verträgen gehe hohes Konfliktpotenzial aus, beispielsweise im Bezug darauf welche Leistungen im Vertrag inklusive sind oder auch Art und Qualität der verbauten Materialien.

Auch bei Bauplänen sei professionelle Beratung ratsam, sagt Dr. Gordian Rättich, Geschäftsführer von Almondia: “Baupläne sind abstrakt. Sie enthalten zwar Maßangaben. Laien können aber oft nur schwer einschätzen, ob der Platz, etwa für die Treppen, nicht doch zu eng bemessen ist. Meist fehlt das Gefühl für die tatsächlichen Größen.”

Großteil der Eigentümer unzufrieden

Darüber hinaus zeige die “Bauherren-Studie 2017” auch, dass die Resultate von deutschen Bauprojekten ihre Besitzer nicht immer zufrieden stellen. So hätten zwei Drittel der befragten Eigentümer angegeben, dass sie heute anders bauen würden.

Knapp 20 Prozent hätten sich ein größeres Haus gewünscht, während 14 Prozent mittlerweile einen anderen Haustyp wählen würden und jeder Zehnte unzufrieden mit der Qualität der Ausführung seines Bauprojekts sei.

“Aus diesem Grund ist es essentiell, Experten während jeder Phase mit ins Boot zu holen: Bei der Planung, während der Ausführung und bei der Abnahme. Sonst kann der Bau unnötig teuer und alles andere als das erhoffte Traumhaus werden”, so Bauexperte Rättich. (bm)

Foto: Shutterstock

 

Mehr Beiträge zum Thema Wohneigentum:

Baupreise: Stärkster Anstieg seit neun Jahren

Wohnsituation: Wie zufrieden sind die Deutschen?

Wohneigentum: Deutsche glauben an Wertsteigerung

Anzeige
Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Generali: Dialog übernimmt auch das Sachgeschäft

Die Generali will sich im Maklermarkt neu aufstellen. Die Marke Generali arbeite künftig exklusiv mit dem langjährigen Vertriebspartner DVAG zusammen, die Cosmos Direkt sei weiterhin im Direkt- und Digital-Vertrieb tätig und die Dialog konzentriere sich auf den Maklermarkt, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Immobilien

Wohneigentum: IVD fordert Eigentumsförderung

Die Sondierungsgespräche zwischen Union, FDP und Grünen befinden sich derzeit auf der Zielgeraden, doch besonders bei der Wohnungspolitik bestehen noch Meinungsverschiedenheiten. Darunter könnte auch die im Wahlkampf versprochene Eigentumsförderung leiden.

mehr ...

Investmentfonds

Hans-Werner Sinn: “Es kriselt überall in Europa”

Hans-Werner Sinn, ehemaliger Präsident des Ifo-Instituts warnte davor, dass sich die europäische Währungsunion in eine Transferunion verwandelt. Sinn war als Gastredner auf der 30. Feri-Tagung in Frankfurt eingeladen. Eines der Schwerpunktthemen der Veranstaltung war die Zukunft der Währungsunion.

mehr ...

Berater

DSGV-Präsident Fahrenschon tritt zurück

Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, legt sein Amt im Einvernehmen zum 24. November 2017 nieder. Das teilt der DSGV mit. Die Amtsgeschäfte werden demnach übergangsweise vom Ersten Vizepräsidenten und Geschäftsführenden Vorstandsmitgliedern übernommen.

mehr ...

Sachwertanlagen

Marenave: Neuer Aufsichtsrat feuert den Vorstand

Der neu formierte Aufsichtsrat der Marenave Schiffahrts AG hat die Bestellung des bisherigen Alleinvorstands Ole Daus-Petersen mit sofortiger Wirkung widerrufen.

mehr ...

Recht

BGH: Riester-Verträge mit staatlicher Förderung nicht pfändbar

Verträge für die Riester-Rente sind nach einer Entscheidung des Bundesgerichtshofs (BGH) nicht pfändbar, wenn sie staatlich gefördert wurden. Entscheidend sei, dass die Ansprüche nicht übertragbar sind, begründete der für Insolvenzrecht zuständige IX. Senat in Karlsruhe einen entsprechenden Beschluss.

mehr ...