Anzeige
31. Mai 2017, 07:25
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Hauskauf im Alter trotz WIKR

Wer mit über 50 Jahren eine Immobilie erwerben will, ist gegenüber jüngeren Käufern benachteiligt. Die Wohnimmobilienkreditrichtlinie (WIKR) hat die Hürden der Darlehensvergabe vor allem für ältere Menschen erhöht. Doch dieser Nachteil lässt sich häufig ausgleichen.

Haus-paar-alt-plan-kauf-glueck-hauskauf-wikr-shutterstock 147933437 in Hauskauf im Alter trotz WIKR

Auch im fortgeschrittenen ist es trotz der WIKR noch möglich, den Kauf einer eigenen Immobilie zu planen, und ein Darlehen zu bekommen.

Grundsätzlich sind Banken durch die WIKR verpflichtet, nur solche Baudarlehen zu vergeben, die Erwerber zu Lebzeiten aus laufenden Einnahmen vollständig zurückzahlen können. Das mache es besonders für ältere Interessenten schwer, ein Darlehen zu bekommen, schreibt die BHW Bausparkasse in einer Pressemitteilung. Doch hätten über 50-Jährige nicht automatisch einen Nachteil.

Der zu erwartender Wertzuwachs der Immobilie, den Kreditinstitute noch vor zehn Jahren in einer Finanzierung berücksichtigen konnten, spiele aufgrund der geänderten gesetzlichen Vorgaben keine Rolle mehr. Das seien zunächst ungünstige Voraussetzungen für über 50-Jährige, da ihr Ausfallrisiko höher erscheine, doch hätten sie im Gegenzug häufig höhere Ersparnisse.

Ausgleich durch Eigenkapital

“Zwar sinken im fortgeschrittenen Alter die Einnahmen, doch die Generation 50 und 60 plus hat häufig den Vorteil, schon ein Vermögen auf der hohen Kante zu haben.”, sagt Angelika Sosnowski von der BHW Bausparkasse. “Auch Einmalzahlungen aus einer Lebensversicherung oder einem Erbe werden als Eigenkapital bewertet. So bekommt man bessere Konditionen.”

Zum Eigenkapital gehöre auch das Guthaben aus einem Bausparvertrag, inklusive Fördergelder – Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage, Riester-Förderung. “Höhere Tilgungsraten von drei oder mehr Prozent und auch Sondertilgungen verkürzen die Darlehenslaufzeit spürbar”, sagt Sosnowski. Wer solide kalkuliert, habe also gute Chancen, mit Renteneintritt in einer schuldenfreien Immobilie zu wohnen. (kl)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Wer ein Haus kaufen will kommt selbst auf diese Idee. Artikel völlig überflüssig.

    Kommentar von Rump — 31. Mai 2017 @ 17:39

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 01/2019

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Fonds Finanz – Robotik – Moderne Klassik – Finanzanalyse

Ab dem 18. Dezember im Handel.

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Versicherungen

Wintereinbruch: Diese Pflichten haben Eigentümer und Mieter

Der Winter ganz Deutschland im Griff: Selbst in schneearmen Regionen und Städten wie Köln bleibt die weiße Pracht auf Straßen und Gehsteigen liegen. Die Winterlandschaft bringt Verpflichtungen für Hauseigentümer oder Mieter mit sich – zum Beispiel die gesetzliche Pflicht zum Schneeräumen. Auch versicherungstechnisch ist das Räumen und Streuen des Gehwegs relevant.

mehr ...

Immobilien

Zwölf Städte vereinen 30 Prozent des Gewerbeimmobilienumsatzes

London ist 2018 der Top-Performer für globale gewerbliche Immobilien-Investitionen. Investoren bevorzugen weiterhin Städte, mit denen sie vertraut sind und die über gut etablierte Investment-Märkte und hohe Transparenz verfügen. Dazu gehören mit Frankfurt, Berlin, Hamburg und München vier deutsche Städte.

mehr ...

Investmentfonds

Tim Bröning: Worte statt Taten

Viele Menschen starten mit guten Vorsätzen ins neue Jahr. Sie möchten häufiger ins Fitnessstudio gehen, weniger Süßigkeiten essen und sich generell einen gesünderen Lebenswandel zulegen.

Die Bröning-Kolumne

mehr ...

Berater

Hat die Finanzbranche #MeToo verschlafen?

Auf Branchenmessen begegnet man auch in Zeiten der “Me-too”-Debatte noch immer vielen Hostessen. “Nett aussehen, während die Männer Geschäfte machen: Der Beruf der Hostess ist so aus der Zeit gefallen wie kaum ein anderer”, schrieb kürzlich die “Süddeutsche Zeitung”. Hat die Branche eine wichtige gesellschaftliche Entwicklung verschlafen?

mehr ...

Sachwertanlagen

RWB steigert das Platzierungsvolumen kräftig

Die auf Private-Equity-Konzepte für Privatanleger spezialisierte RWB Group hat im vergangenen Jahr insgesamt mehr als 76 Millionen Euro platziert und damit ein Umsatzplus von 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr erreicht (2017: etwa 59 Millionen Euro).

mehr ...

Recht

Kartellwächter: Mastercard muss Millionenstrafe zahlen

Der Kreditkartenanbieter Mastercard muss wegen Verstößen gegen EU-Kartellvorschriften 570 Millionen Euro bezahlen. Das teilte die EU-Kommission am Dienstag in Brüssel mit. Auf den US-Konzern könnten zudem Schadenersatzklagen zukommen.

mehr ...