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28. Juli 2017, 08:10
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Logistikflächenmarkt in Deutschland bleibt stabil

Der Markt für Logistikflächen bewegt sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Trotz Rückgängen im Vergleich zum Vorjahr, wurde der Zehnjahresdurchschnitt im ersten Halbjahr deutlich übertroffen.

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Der Markt für Logistikflächen konnte sein starkes Vorjahresergebnis nicht übertreffen.

Im ersten Halbjahr 2017 lag der Umsatz auf dem deutschen Markt für Lager- und Logistikflächen mit rund 3,04 Millionen Quadratmeter zwölf Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Die fünf- und zehnjährigen Durchschnittswerte wurden um zwei Prozent beziehungsweise um 20 Prozent übertroffen. Das geht aus einer Analyse des Marktes von Jones Lang LaSalle (JLL) hervor.

Die deutsche Wirtschaft wächst nach aktuellen IWF-Veröffentlichungen zwar langsamer als der gesamte Euroraum, gleichzeitig wurde jedoch die Prognose gegenüber dem Frühjahr leicht angehoben. Dieses positive konjunkturelle Umfeld belebe auch den Markt für Logistikflächen.

Zahlreiche Aufträge aus Industrie und Handel würden nach wie vor den Absatz an modernen Logistikflächen bestimmen. JLL geht deswegen unverändert davon aus, dass der deutsche Lager- und Logistikflächenmarkt bis zum Jahresende weiter auf hohem Niveau bleiben wird und zum dritten Mal in Folge ein Umsatzvolumen von über sechs Millionen Quadratmeter erzielt werden kann.

Plus in Berlin

In den großen fünf Ballungsräumen (Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München) sei das Umsatzvolumen im ersten Halbjahr mit 933.000 Quadratmeter um sechs Prozent niedriger ausgefallen als in den ersten sechs Monaten des Vorjahres. Das Niveau des fünfjährigen Mittelwertes sei genau erreicht worden.

Deutlich zugelegt habe im Jahresvergleich die Region Berlin mit plus 25 Prozent. Ebenfalls leicht im Plus mit sechs Prozent sei die Region München. Den höchsten Flächenumsatz zeigten wie im Vorjahr laut JLL – trotz eines Rückgangs von 17 beziehungsweise zwölf Prozent – die Regionen Frankfurt (300.000 Quadratmeter) und Hamburg (225.000 Quadratmeter).

Die beiden größten Anmietungen hätten dazu beigetragen, dass die Branche Transport, Verkehr, Lagerhaltung für 46 Prozent des Umsatzes verantwortlich zeichnete, bezogen auf die Größenordnung ab 5.000 Quadratmeter sogar für 61 Prozent. Der Anteil von Handelsunternehmen am Gesamtumsatz sei im Fünf-Jahresvergleich mit knapp einem Fünftel unterdurchschnittlich.

Stabile Spitzenmieten

Rund 43 Prozent des Umsatzes (257.000 Quadratmeter) in der Größenordnung ab 5.000 Quadratmeter wurden laut JLL in Neubauten /Projektentwicklungen getätigt. Das Angebot kurzfristig verfügbarer großer Flächen sei niedrig, da neu gebaute Flächen oft bereits weit im Voraus vorvermietet würden. Im ersten Halbjahr seien Ende Juni in den Top Fünf Städten insgesamt nur noch 46.000 Quadratmeter von 400.000 fertiggestellten Quadratmeter verfügbar gewesen.

Auch im zweiten Quartal seien die Spitzenmieten in diesem Größensegment stabil geblieben. Die höchsten Mieten würden mit 6,75 Euro pro Quadratmeter und Monat in München erzielt. Die Spitzen-Monatsmieten in den Regionen Frankfurt (sechs Euro pro Quadratmeter), Hamburg (5,60 Euro pro Quadratmeter) und Düsseldorf (5,40 Euro pro Quadratmeter) folgen. In Berlin sei die Spitzenmiete mit fünf Euro pro Quadratmeter am niedrigsten.

Außerhalb der Big Five wurden laut JLL im ersten Halbjahr 2,10 Millionen Quadratmeter in den ersten sechs Monaten gehandelt, das ist das drittbeste Halbjahresergebnis für Flächen ab 5.000 Quadratmeter der letzten zehn Jahre.

Das sei dennoch 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der fünfjährige Durchschnittswert sei mit drei Prozent leicht übertroffen worden, und der zehnjährige Mittelwert deutlich (27 Prozent). (kl)

Foto: Shutterstock

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